Faffe-Skandal: sechs Jahre Haft und 55 Millionen ohne Nachweis

Sechs Jahre Haft für den Ex-Direktor der Faffe und 55 Millionen Euro an unbelegten Subventionen: Der Untersuchungsausschuss bleibt in der Schwebe.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Faffe-Skandal: Behördenkarten und 55 Millionen ohne Nachweis

Wie viel öffentliches Geld passt auf eine Karte, die niemand prüft? Der Faffe-Skandal liefert die Antwort in Zahlen: 55 Millionen Euro an unbelegten Subventionen, fünf vom Richter ermittelte Lokale der Prostitution und sechs Jahre Haft für den Ex-Direktor, wie aus veröffentlichten Informationen hervorgeht. Der Fall rückt wieder in den Fokus, weil ein Untersuchungsausschuss ansteht, den die PSOE beenden will, und weil Susana Díaz und Ministerin Montero als Zeuginnen geladen sind.

Was im Faffe-Skandal untersucht wird

Die Zahlen schwanken je nach Erzähler: Für die einen sind es 50 Millionen an unbelegten Subventionen, für die anderen 55 Millionen an veruntreuten Geldern. Was nicht schwankt, ist das Muster. Ein hoher Beamter gab laut Richter 30.000 Euro öffentlicher Gelder in fünf Prostitutionslokalen aus, und es ist eine Zahlung von 15.000 Euro in einem Bordell am selben Tag belegt, an dem Griñán seine Regierung umbildete. Die Faffe funktionierte als undurchsichtige Kasse innerhalb des andalusischen öffentlichen Gefüges: Vetternwirtschaft, Rechnungen ohne erkennbaren Zweck und Karten, die die Junta bezahlte.

Sechs Jahre Haft und ein halb geschlossener Ausschuss

Das Urteil von sechs Jahren für den Ex-Direktor ist der sichtbarste justizielle Schlag. Auf politischer Ebene dagegen geht der Streit weiter: Manche fordern, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt, während die PSOE die Schließung des Untersuchungsausschusses im andalusischen Parlament verlangt. Und in Extremadura, um die Größenordnungen zu vergleichen, wird behauptet, die Bücher der Junta seien gefälscht worden, um ein Loch von 166 Millionen zu vertuschen. Die Spur endet immer am selben Ort.

Die Aussagen von Susana Díaz und Montero sind für den Herbst angesetzt. Die Lokale sind inzwischen geschlossen, die Karten abgelaufen und der Ausschuss, falls niemand es verhindert, aufgelöst. Das Einzige, was nicht verjährt, ist die Rechnung – und die geht weiterhin an dieselben Adressen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (29 Antworten).

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