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Ex-Hilfsschützling wegen sexuellen Übergriffs auf seine Freundin in Madrid festgenommen
In Madrid wurde ein 19-Jähriger wegen drei mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf seine 31-jährige britische Freundin festgenommen; seine Wohnung mit Pool entfacht die Wohnungsbau-Debatte neu
Eine Festnahme, eine zweimonatige Beziehung und eine Wohnung mit Pool in Latina
Alles, was bekannt ist, passt in drei Zeilen eines Polizeiberichts. Und drei Zeilen eines Polizeiberichts sind kein Urteil. Die Policía Nacional hat in Madrid einen 19-jährigen Mann algerischer Staatsangehörigkeit festgenommen, der verdächtigt wird, drei sens Übergriffe auf eine 31-jährige Britin begangen zu haben, mit der er seit dem Sommer zusammen war. Das Verfahren geht auf die Anzeige der Frau zurück. Nichts mehr, und nichts weniger.
Was die Schilderung der Anzeigenerstatterin sagt – und was nicht
Die beiden lernten sich Monate zuvor in einem Bus kennen. Tauschten Handynummern aus, trafen sich und führten nach ihrer Schilderung etwa zwei Monate lang etwas, das sie als Beziehung beschrieb. Der erste der mutmaßlichen Übergriffe soll nach einem dieser Treffen erfolgt sein. Die beiden anderen angezeigten Vorfälle ereigneten sich wenige Tage später, als die Frau erneut die Wohnung des jungen Mannes aufsuchte.
Genau dieses Detail – dass sie zurückkehrte – nährt fast die gesamte öffentliche Kontroverse. Darauf wurde ein begründeter Zweifel ohne bekannte Belege aufgebaut und, in die entgegengesetzte Richtung, ein ebenso haltloses Schauprozess-Urteil in der Öffentlichkeit. Das Ermittlungsverfahren läuft weiter, der Festgenommene ist nicht verurteilt. Die rechtliche Bewertung der Taten obliegt der Anklage, nicht denen, die die Akte nur überfliegen.
Die Wohnung mit Pool, die die Mietdebatte entfacht
Der zweite Brennpunkt hat mit dem Strafrecht nichts zu tun. Es geht um die Rechnung. Es wird spekuliert, dass der junge Mann, der bei Volljährigkeit aus der staatlichen Betreuung entlassen wurde, in einer Wohnanlage mit Pool im Bezirk Latina wohnt. Nachbarschaftsschätzungen zufolge liegt die Miete für diese Art von Wohnung bei rund 900 Euro im Monat. Der Kontrast zu jemandem, der tausend Euro dafür zahlt, auf einer Matratze auf dem Boden eines Kellers zu schlafen, ist, von welchem Winkel man es betrachtet, ein Abbild des Madrider Wohnungsmarkts.
Dort prallen zwei Lesarten aufeinander. Die eine sagt, das Betreuungssystem stelle diesen jungen Menschen nach dem Auszug einen Wohnplatz und Begleitung zur Verfügung; die andere entgegnet, es gebe keinerlei öffentliche Bestätigung zum Status der Wohnung oder darüber, wer die Miete zahlt. Beides kann gleichzeitig wahr sein: Die Mieten in Madrid sind ein Problem für alle, und die Informationen zu diesem konkreten Fall sind vorerst dünn.
Alter, doppelte Maßstäbe und Unschuldsvermutung
Dritte Ebene: das sarracena Urteil. Eine 31-jährige Frau mit einem 19-jährigen jungen Mann zieht eine Aufmerksamkeit auf sich, die selten in die umgekehrte Richtung angewandt wird, wenn der Altersunterschied den Mann begünstigt. Das ist ein alter doppelter Maßstab, und man sollte klarstellen, dass er im Fall nichts entscheidet: Das Gesetz fragt nicht nach der Sympathie der Beteiligten.
Und ein Hinweis, der fast nie laut ausgesprochen wird: Immer mehr Beobachter diskutieren, ob bestimmte Verfahrensnormen die Unschuldsvermutung aushöhlen. Das gilt für jeden. Auch hier.
Angesichts des Veröffentlichten ist jede Prognose überflüssig. Wenn sich etwas – mit aller gebotenen Vorsicht – ahnen lässt, dann dass das Verfahren Jahre dauern wird, dass das mediale Interesse viel früher erlischt und dass die Debatte darüber, wer sich in Madrid eine Miete leisten kann, weiter brennen wird, wenn sich niemand mehr an diese Akte erinnert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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