Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Euribor bei 4,147 %: Höchster Stand seit 2008
Der spanische Euribor erreicht mit 4,147 % den höchsten Stand seit 2008 und erhöht die Monatsrate einer 150.000-Euro-Hypothek um 252 Euro.
Euribor bei 4,147 %: 252 Euro mehr pro Monat für eine Hypothek von 150.000 Euro
Wie weit kann der Euribor noch steigen, bevor etwas bricht? Der Indikator schloss bei 4,147 %, einem Höchststand seit 2008, nach einer Woche, die mit dem Überschreiten der 4 %-Marke begann und mit Annäherung an die 4,2 % endete. Der Juni-Durchschnitt liegt bei 3,978 %. Für eine Hypothek von 150.000 Euro mit 1 % Marge über 25 Jahre bedeutet das etwa 252 Euro mehr pro Monat: 3.000 Euro im Jahr, die einfach vom Konto verschwinden. Niemand unterschreibt so etwas am Freitagmorgen.
Wie stark verteuert sich die Hypothek bei einem Euribor von 4,147 %?
Die kurze Antwort: deutlich mehr, als die meisten bei Vertragsabschluss kalkuliert haben. Bei offiziellen Zinsen von 4 % verwandelt sich jeder Prozentpunkt, den der Euribor steigt, für den durchschnittlichen Kreditnehmer in bares Geld. Die im Thread kursierende Berechnung ist eindeutig: Fünf Prozentpunkte Unterschied entsprechen 5.000 Euro mehr pro Jahr auf je 100.000 Euro Schulden. Man skaliere es herunter, es bleibt schmerzhaft: Nach derselben Rechnung muss jemand mit 70.000 Euro Restschuld mit etwa 300 Euro extra pro Monat rechnen.
Hier liegt der Knackpunkt. Es geht nicht um eine theoretische Anpassung aus dem Lehrbuch, sondern um den Entzug verfügbaren Einkommens bei Familien, die ihre Budgets oft schon wegen der Inflation zusammengestrichen hatten. Die jährliche Überprüfung macht das Abendessen zu einer unangenehmen Übung in Haushaltsarithmetik.
EZB hebt Zinsen in 0,25-Schritten an; Markt wartet nicht
Die häufigste Diagnose verweist auf die Währungsbehörde. Indefinites Anheben in Viertelpunkt-Schritten ohne festen Zeitplan, während der Euribor davonläuft, lässt die Zentralbank immer einen Schritt hinter der Kurve zurück. Die Kritik lautet nicht, dass sie hebt, sondern dass sie spät und in homöopathischen Dosen handelt: Wo Umstände Schritte von 0,75 oder vollen Punkten verlangten, entschied man sich für Tropfen. Das Ergebnis ist ein vorauseilender Indikator und ein nachjagender Aufseher.
Und die Bewegung ist noch nicht am Ende. Wie im Thread angemerkt, bestätigte die EZB-Präsidentin mindestens eine weitere garantierte Erhöhung und ließ die Tür für weitere offen. Mit dem Herbst vor der Tür und Energie als geopolitischem Joker kehrt das Szenario eines harten Winters auf den Tisch zurück.
Von 600 auf 900 Euro: Der Fall, der die Verkaufswelle erklärt
Ein im Thread genannter Fall sagt mehr als hundert Diagramme: Eine Hypothek stieg von 600 auf 900 Euro monatlich für eine Wohnung, die für 750 Euro vermietet war. Der Eigentümer hatte 150.000 Euro Restschulden und einen Mieter, der die Rate nicht mehr deckte. Lösung: Verkaufen, Schuld tilgen und rund 50.000 Euro Cash herausziehen. Der Käufer, der bar zahlte, erwartet eine Mietrendite von etwa 8.000 Euro pro Jahr, also 4 %.
Das ist die Momentaufnahme: Immobilien hören auf, ein gehebeltes Geschäft zu sein, und konkurrieren plötzlich mit Schatzwechseln (Letras del Tesoro), die bereits über 3 % rendieren und nach dem Sommer nahe an 4 % rücken könnten. Keine Mieter, keine Gemeinschaftskosten, keine Reparaturen und fast sofortige Liquidität. Dass dennoch manche die Wohnung bevorzugen, spricht viel über die Bindung an Immobilien oder Unwissenheit über Alternativen. Ein sehr hoher Prozentsatz der Bevölkerung hält laut Thread weiterhin Ersparnisse auf klassischen Sparkonten und zahlt Gebühren für die Verwahrung kleiner Beträge, weil sie nichts anderes damit anzufangen wissen.
Feste oder variable Hypothek? Das Missverständnis am Esstisch
Einer der verbreitetsten Irrtümer dieser Monate behauptet, keine Festzins-Hypothek dauere ewig, da Banken sie auf fünf Jahre begrenzen. Das ist falsch. Eine Hypothek mit festem Zins ist für die gesamte Laufzeit fix; was existiert, ist die gemischte Variante, mit einer anfänglichen Fixphase und danach Euribor plus Marge. Wer 2020 oder 2021 einen Festzins unterschrieb, ist geschützt, und mehr als einer beginnt laut zu sagen, dass diese damals als Fehler geltenden Zinsen die beste Finanzentscheidung ihres Lebens waren.
Wer das nicht tat, hat eine andere Option: Drohen, die Hypothek zur Konkurrenz zu wechseln. Wie im Thread erwähnt, führt ein Bankwechsel – oder auch nur die Ankündigung dessen – oft dazu, bessere Konditionen zu erhandeln.
Szenarien: 4,5 % im Juli, 6 % zu Weihnachten, 8 % 2025
Hier gehen die Prognosen auseinander. Das vorsichtigste Szenario sieht 4,5 % im Juli und ein Plateau ab September. Das mittlere Szenario platziert 5,5 % im Dezember. Die aggressivsten sprechen von 6 % zu Weihnachten und einer Pause, bevor 2025 Werte von 8 % oder 9 % sichtbar werden. Wenige wetten darauf, zum Jahresende wieder auf 3,5 % zu fallen, was kürzlich noch die offizielle Prognose war.
Mit diesen Differenzen wächst bei jeder Quartalsüberprüfung die Versuchung, zu verkaufen und sich in Staatsanleihen zu flüchten. Die Frage ist nicht, ob der Euribor die 4,5 % durchbricht. Die Frage ist, wie viele Familien durchhalten, bis er es tut.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (112 Antworten).
Der 12-Monats-Euribor übersteigt erstmals seit 2008 die 4%-Marke und liegt bei 4,02%. Die monatliche Rate für variable Hypotheken steigt von 1.300 auf 2.000 Euro.
Das spanische Parlament hat die Regulierung von Migranten mit 176 zu 172 Stimmen abgelehnt. Die Regierung erwägt nun eine Genehmigung per Königlichem Dekret ohne parlamentarische Bestätigung.