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Eureka News sendet kritischen Kommentar zu Selenskyj
Ein Beitrag von Eureka News nutzt ein Selenskyj-Interview von Bret Baier neu und entfacht die Debatte um Meinungsfreiheit.
Eureka News sendet Programm mit Kritik an Selenskyj und Verständnis für Russland
Eine Meinungsbeitrags hinterfragt die offizielle Darstellung der Ukraine: Er kritisiert deren Präsidenten und zeigt Verständnis für die russische Position. Das Paradoxon liegt für Debattierende nicht im Inhalt, sondern am Ort: In Moskau und auch in Kiew wäre diese Übung undenkbar. Meinungsfreiheit wird somit zum eigentlichen Kern der Kontroverse, wichtiger als wer an der Front vorrückt.
Die dokumentarische Spur ist dünn. Man verweist auf einen Beitrag von Eureka News, der einen Ausschnitt aus einem Interview des Journalisten Bret Baier mit Selenskyj wiederverwendet, um die Frage nach dem Asow-Bataillon zu behandeln. Der Kommentator, mit markantem Akzent – britisch oder australisch, je nach kursierenden Beschreibungen – ist nicht eindeutig identifiziert. Dort beginnt das Problem: Ohne bekannten Autor ruht die Bezeichnung „Sender“ auf nur einem Fragment.
Was gesendet wurde und woher das Fragment stammt
Der Kern der Sache ist ein Zusammenschnitt. Was gesendet wird, ist kein Bericht, sondern ein Kommentar, aufgebaut auf fremdem Material: Ein vorheriges Interview des genannten Journalisten mit dem ukrainischen Präsidenten. Die Arbeit eines anderen recyceln, um sie umzudeuten ist eine billige und häufige Praxis und erklärt, warum die Angelegenheit schnell dazu überging, wer hinter der Ausstrahlung steht und wie viel Gewicht sie tatsächlich im Programm hat.
Die ehrliche Antwort lautet: Man weiß es nicht. Ein loses Fragment erlaubt keine Messung von Zuschauern, Absicht oder Reichweite. Es erlaubt jedoch, die Reaktion zu prüfen: Die bloße Tatsache, es im Fernsehen zu senden, löste eine Diskussion über Doppelstandards aus.
Wäre etwas Ähnliches in Russland oder der Ukraine erlaubt?
Nein, und das ist der am häufigsten wiederholte Punkt, laut den Teilnehmern. In Russland kostet abweichende Meinung im Fernsehen teuer; in der Ukraine sind Oppositionsmedien seit Jahren vom Radar verschwunden. Jeder Slogan zugunsten Moskaus auf ukrainischem Gebiet sieht sich, dieser Linie zufolge, weitaus schwerwiegenderen Konsequenzen gegenüber als einer unangenehmen Situation.
Die Gegenreaktion ist ebenso direkt: Die Vereinigten Staaten führen keinen Krieg. Weder Spanien noch die EU tun dies. Die offiziellen Konfliktparteien sind Russland und die Ukraine und nur sie, sodass es Betrug ist, das, was in einem Land fernab der Front gesendet wird, mit dem zu vergleichen, was im Land gesendet wird, das um seine Existenz kämpft. Symmetrie existiert in diesem Rahmen nicht.
Assange, Snowden und die realen Grenzen der Presse
Das Argument, dass man in den USA alles sagen kann, hat seine eigene Kehrseite. Die Namen, die immer wieder auftauchen, sind Julian Assange und Edward Snowden, angeführt als Beispiel dafür, dass Toleranz schrumpft, wenn Leaks sensible Nerven berühren.
Auch soziale und berufliche Zensur werden erwähnt: Den Job zu verlieren oder wegen einer unpopulären Meinung gebrandmarkt zu werden, ist kein formelles Verfahren, funktioniert aber genauso. Pressefreiheit als absolutes Gut bröckelt, sobald man konkrete Fälle prüft.
Fox, Trump und Murdoch: Wer kontrolliert das Mikrofon?
Hier wird die Unterhaltung interessant. Fox beherbergt einen großen Teil des Sektors, der nie ganz mit dem postsowjetischen Russland brechen wollte, aber dieser Sektor bleibt laut Hinweisen im Thread eine Minderheit gegenüber den Falken und Liberalen der Partei. Dass ein kritischer Sender gegenüber der Ukraine einen solchen Kommentar sendet, ist keine Anomalie: Es ist eine innere Strömung, die an die Oberfläche tritt.
Im Hintergrund schimmert das Eigentum durch: Der Sender bleibt in den Händen der Murdochs, während Die Simpsons, jahrelang ihr produktivster Kritiker des eigenen Hauses, 2019 zu Disney wechselten. Der Besitzer wechselte, und damit änderte sich, was gesagt werden darf. Die „Freiheit“ des Senders ist zumindest verhandelbar.
Das Asow-Bataillon und die Erzählung, die nicht passt
Das Fragment kehrt zu einem unbequemen Thema zurück: Die Verbindung bestimmter ukrainischer Einheiten mit Ultranationalismus. Es ist eine Debatte, die sich seit 2014 hinzieht und im Westen oft mit Achselzucken abgetan wurde. Es ins Studio zu bringen macht niemanden zum Sprecher des Kremls, auch wenn es so etikettiert wird.
Parallel daran erinnern einige an den Ursprung des Konflikts bei den Wahlen 2014 und den Minsker Abkommen, während andere den Ausgangspunkt viel früher sehen. Die Sache bleibt dort stehen: Mit zwei unvereinbaren Erzählungen und keiner Abstimmung, die sie löst.
Was Washington dabei riskiert
Wenig und viel zugleich. Der Ukrainekrieg gehört laut einigen Teilnehmern nicht zu den Prioritäten des durchschnittlichen US-Wählers, und diese Gleichgültigkeit ist der beste Dünger für einen Meinungskanal, um einen anderen Winkel zu testen. Kommerzielles Interesse dominiert. Und kommerzielles Interesse riecht in Wahlzeiten immer dorthin, wo Unzufriedenheit liegt.
Währenddessen bleibt auf der anderen Seite die unbequeme Frage bestehen: Wenn ein privater Fernsehsender es sich leisten kann, die eigene Regierung zu ärgern, wie viel davon ist außergewöhnlich und wie viel ist einfach Zuschauerberechnung?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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