EU-Grünsteuer: Ideologischer Kreuzzug oder Abzocke?

Grünsteuern, Kontrolle und Verlagerung: Die ökologische Wende der EU belastet Steuerzahler und schwächt die Industrie

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ist der Umweltaktivismus der EU ein Vorwand oder eine fiskalische Religion?

Inwiefern ist die europäische Umweltpolitik ein Klimakreuzzug und inwiefern eine Ausrede, um in die Taschen der Bürger zu greifen? Die Frage ist nicht rhetorisch: Der Katalog der Grünsteuern, den Brüssel in den letzten Jahren verabschiedet hat, verwandelte das Banner der Nachhaltigkeit in eine unerschöpfliche Einnahmequelle. Manche sprechen von einer Sekte, aber die Zahlen des Steuerzahlers sind Fakten, keine Glaubenssache.

Alles verschmutzt, also wird alles besteuert

Umweltabgaben. Landschaftssteuern. Bußgelder für sichtbare Klimaanlagen. Pflichtmaßnahmen zur Verbesserung der Wärmedämmung. Die Logik der Steuereintreibung ist so einfach geworden, dass sie Angst macht: Wenn alles verschmutzt, kann alles besteuert werden. Das Klima-Vorwand schützt Regierungen vor gesellschaftlichem Widerstand: Wer würde sich gegen die Rettung des Planeten wehren? Währenddessen reisen die Regelsetzer weiterhin im Privatjet. Der Planet wird immer gefährdet sein — gut für die Einnahmen — und wenn die Ausrede ausgeht, gibt es immer ein neues Ozonloch oder einen arktischen Fleck.

Die Kreislaufwirtschaft, dieser Nebelvorhang

Recyceln ist gut, reicht aber nicht. Schlimmer noch: Missverstanden wird die Kreislaufwirtschaft zum perfekten Alibi, um ohne Grenzen weiter zu produzieren. Das Beispiel gebrauchter Kleidung ist aufschlussreich: Textilrecycling wird zum Trend, um endlose Kollektionen herauszubringen, gesegnet von Verbrauchern, die glauben, den Planeten zu retten, während sie mehr kaufen. Ein Teufelskreis. Die Lösung, die strengere Strömungen vorschlagen, ist nicht mehr Recycling, sondern weniger Konsum; dies kollidiert frontal mit einem kapitalistischen System, das wächst oder stirbt.

Degrowth: Das Wort, das niemand an der Macht aussprechen will

Ein Teil der wirtschaftlichen Analyse behauptet, dass Umweltaktivismus und Kapitalismus per Definition unvereinbar sind: Wenn der Planet endlich ist, ist die unbegrenzte Ausweitung des BIP eine Illusion. Die Gegenreaktion ist eindeutig: Vom Staat verordneter Degrowth ist verordnete Verarmung. Die Formel „den Gürtel enger schnallen“ endet immer gleich: mehr Kontrolle, weniger Freiheit und Ergebnisse, die Kritiker mit regulierten Volkswirtschaften vergleichen. Eine Strömung konzentriert sich auf Milliardäre als primäre Zielgruppe der Anpassung; die Gegenseite antwortet, dass kein vernünftiger Bürger dafür stimmt, schlechter dran zu sein.

Für Tugend zahlen, während China produziert

Die externe Dimension ist gnadenlos. Die europäische Industrie zu zwingen, die sauberste der Welt zu sein, wobei die F&E-Kosten auf die Verbraucher abgewälzt werden, hat eine vorhersehbare Konsequenz: Verlagerung nach Asien. Wenn zudem der Import fertiger Produkte besteuert wird, ist das Ergebnis doppelt pervers: Man zahlt für die Produktion im Ausland und für den Kauf dessen, was nicht mehr im Inland hergestellt wird. Der Plan für Elektroautos kommt seit Jahren nicht vom Fleck, Fabriken schließen und Regulierung kommt vor der Nachfrage. Kritiker fassen es in einem unbequemen Satz zusammen: Die EU wird zum Gefangenenmarkt für jene, die nicht nach denselben Regeln spielen.

Am Ende prallt die wirtschaftliche Bilanz auf eine schwer überwindbare sarracena Mauer. Je mehr Grünsteuern sich ansammeln, desto weniger wird über Kohärenz gesprochen. Aber der Steuerzahler, der immer zahlt, hat bereits verstanden, dass die Rettung der Welt durch seine Rechnung das Geschäft derer ist, die den Preis festlegen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (106 Antworten).

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