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EU gibt Spanien 36 Monate, um Huawei aus den Netzen zu entfernen
Die EU beschließt ein Huawei-Verbot und gibt Spanien 36 Monate für den Ausbau der Ausrüstung. Kosten, Verträge und der Fall Zapatero sind die Kernpunkte des Streits.
Brüssel setzt 36 Monate Frist, um Huawei aus den spanischen Netzen zu verbannen
Die Europäische Kommission hat neue Vorschriften beschlossen, die die Mitgliedstaaten verpflichten, als „Hochrisiko“ eingestufte Anbieter – darunter Huawei – aus ihrer Telekommunikationsinfrastruktur auszuschließen. Spanien, eines der 14 Länder, die die Empfehlungen der EU bislang ignoriert haben, hat drei Jahre Zeit, um die Ausrüstung des chinesischen Konzerns zu ersetzen. Die Frist wirkt großzügig, doch die Tragweite der Entscheidung ist ein politisches und wirtschaftliches Erdbeben.
Ein Verbot mit jahrelanger Verspätung und 14 widerspenstige Länder
Brüssel warnt seit mehr als fünf Jahren vor den Sicherheitsrisiken der Technik von Huawei und ZTE, doch 14 der 27 Mitgliedstaaten – darunter Spanien – haben dem chinesischen Unternehmen weiterhin Aufträge erteilt. Das neue Cybersecurity-Gesetz stuft nicht nur Anbieter, sondern auch Hochrisiko-Länder ein, was den Druck auf Madrid erhöht. Daten aus dem Thread zeigen, dass die Generalitat (katalanische Regionalregierung) trotz der Warnungen einen Großauftrag an Huawei vergeben hat und die Zentralregierung 12 Millionen für den Schutz kritischer Systeme zahlte. Die Frage ist, ob 36 Monate ausreichen, um eine Geschäftsbeziehung abzubauen, die laut Thread-Quellen Hunderte Millionen in öffentlichen Aufträgen bewegt hat.
Der Preis des Abschieds: Wer zahlt die Rechnung?
Der Ersatz von Huawei durch europäische Alternativen wie Nokia oder Ericsson hat seinen Preis. Die Kosten der 5G-Netze wären „deutlich höher“ als bei den chinesischen Wettbewerbern – in einer Zeit, in der mehrere europäische Regierungen, auch die spanische, unter öffentlichen Schulden leiden. Einige Analysen stellen fest: Verbieten ist der einfache Teil; schwierig ist es, eigene Industriekapazitäten zu finanzieren, Software zu prüfen und technologische Souveränität zu gewährleisten, ohne von einem anderen Giganten abhängig zu sein. Denn wie eine Strömung der Debatte anmerkt, löst der Wechsel zu einem US-Anbieter das Spionage-Risiko nicht: Es wechselt nur die Seite.
Der Faktor Zapatero: Schatten über den Beziehungen zu China
Das Verbot fällt mit einer laufenden Untersuchung der Verbindungen des Ex-Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero zu dem chinesischen Unternehmer zusammen, den der CNI (spanischer Geheimdienst) der Spionage beschuldigt. Nach veröffentlichten Informationen ermittelte die UDEF (Sondereinheit der Polizei für Wirtschaftskriminalität) Zahlungen und „Öl-Kontingente“ im Gegenzug für Gefälligkeiten beim Ausbau von Huaweis 5G. Parallel dazu hat das Europäische Parlament Sánchez dafür gerügt, dass er Verträge aufrechterhält, die von Brüssel „strengstens verboten“ sind. Der Thread zeigt eine doppelte Lesart: Die Entscheidung der EU kann als Schlag gegen den chinesischen Einfluss gelten, aber auch als Abrechnung mit der *Nomenklatura*, die davon profitiert hat.
Eine Dreijahresfrist, die nach Aufschub riecht
Manche Beobachter bezweifeln, dass das Verbot je umgesetzt wird. Spaniens Bilanz der Nichtbefolgung (14 Länder ignorierten die frühere Empfehlung) deutet darauf hin, dass die Partie nicht entschieden ist. Die Moncloa (Sitz des Ministerpräsidenten) hat die Huawei-Systeme der Sozialversicherung mit 81 Millionen abgesichert und gerade einen Vertrag mit dem Unternehmen für das Verteidigungsministerium reaktiviert. Vor diesem Hintergrund wirken die 36 Monate eher wie ein Verhandlungsfenster als wie eine Guillotine. Doch wenn die jüngere Geopolitik etwas gelehrt hat, dann dass lange Fristen oft der Auftakt zu abrupten Bewegungen sind.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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