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ERC und Podemos einigen sich auf taktisches Bündnis ohne Kandidatur in Katalonien
Laut Tweets tritt Podemos in Katalonien nicht an und wirbt für die ERC. Rufián führt Kampagne außerhalb der Region, während ERC-Kandidaten von Podemos in Barcelona antreten sollen.
Podemos verzichtet auf Kandidatur in Katalonien; Rufián wirbt um deren Stimmen
Die vorläufige Vereinbarung zwischen ERC und Podemos nimmt Gestalt an und hinterlässt ein schwer verdauliches Bild für die Linke, die vor einem Jahrzehnt noch um die Hegemonie kämpfte. Die Purpurnen werden in Katalonien nicht antreten und ihre Wähler bitten, die Republikaner zu unterstützen, während Rufián außerhalb der Region Wahlkampf machen wird – in dem, was als offene taktische Front beschrieben wird, der sich jeder anschließen kann. Die Operation, zunächst in sozialen Medien durchgesickert und dann vom Fernsehen bestätigt, umfasst eine zweite Phase: ERC würde Kandidaten von Podemos auf die Liste in Barcelona setzen, und Referenten der IU haben Gespräche mit Rufián aufgenommen, wobei im Umfeld von Más Madrid Sorgen über einen möglichen Zusammenbruch des Raums links der PSOE bestehen.
Was besagt die vorläufige Vereinbarung zwischen ERC und Podemos?
Der erste zirkulierende Entwurf hat drei Säulen. Erstens: Podemos verzichtet auf eine Kandidatur in Katalonien. Zweitens: Ihre Wähler werden zur ERC umgeleitet. Drittens: Rufián erweitert den Wahlkampf über das katalanische Territorium hinaus, was die Operation zu mehr als nur einem lokalen Rückzug macht. Die Formel wird als offene taktische Front präsentiert, ein Label, das elastisch genug ist, um neue Mitglieder aufzunehmen, ohne die Parteibrands zu gefährden.
Die härteste Lesart kommt aus der Linken selbst. Einige behaupten, dass es gleichbedeutend damit sei, die Macht nicht mehr zu beanspruchen, sondern einen Sitz zu halten, von dem man leben kann, wenn man nicht einmal in Barcelona antritt – wo das linke Wählerpotenzial groß ist. Der Kontrast zum Zyklus 2015-2016, als Podemos in Katalonien die stärkste Kraft war und fast eine Million Stimmen erreichte, ist das am häufigsten wiederholte Argument.
Warum verzichtet Podemos auf eine Kandidatur in Katalonien?
Die offizielle Erklärung lautet Effizienz: die Stimmen nicht spalten. Die unterliegende Erklärung ist eine andere. Heute wählt niemand mehr Podemos, sagen jene, die den Rückzug verteidigen, und in Katalonien gibt es genügend Alternativen, sodass eine purpurne Kandidatur keinen Sitz erringen würde. Auf einen Stimmzettel zu verzichten, der nichts bringt, und ihn gegen Einfluss bei denen einzutauschen, die ihn haben, ist nach dieser Logik reine Kalkulation.
Das Problem ist der Rahmen. Wenn die Partei sich aus einer Hochburg zurückzieht und für eine andere Partei wirbt, was bleibt dann von der Marke? Interne Kritik weist auf ein Modell hin, in dem Führungskräfte nicht ausgetauscht werden, wenn die Ergebnisse schlecht sind – etwas, das in jeder Organisation, auch in vertikalen und korrupten, normalerweise durch Rotation gelöst wird. Die These vom verfaulten Kiosk des Paares fasst diese Strömung zusammen.
Rufián führt Wahlkampf außerhalb Kataloniens: die taktische Front
Auch der Schritt der ERC ist nicht umsonst. Rufián wird zum Dreh- und Angelpunkt eines Wahlkampfs, der Katalonien verlässt und Partner im übrigen Spanien sucht. Das zweite Leck deutet darauf hin, dass ERC Kandidaten von Podemos auf die Liste in Barcelona setzen würde und dass IU-Figuren bereits mit dem Republikaner sprechen, was den Zeitplan für eine breitere Allianz beschleunigen würde.
Im Umfeld von Más Madrid herrscht Unruhe. Man spricht davon, Brücken zu bauen, um den Zusammenbruch der Breiten Front zu vermeiden, einer Formel, die bisher als Schirm fungierte, aber nun droht, zum Schlachtfeld zu werden. Dass die ERC trotz interner Kritik an Rufián festhält – einige forderten seinen Kopf wegen angeblicher Untreue gegenüber der Partei –, erhöht den Lärmpegel einer Operation, die als Taktik verkauft, aber als Überlebenskampf gelesen wird.
Kontext: Von der Hegemonie 2015 zum Kiosk 2026
Der Vergleich schmerzt. Podemos erreichte in seinem besten Zyklus fast eine Million Stimmen in Katalonien und verhandelt heute über einen Verzicht auf die Kandidatur. In Madrid wird das Beispiel von Pablo Iglesias angeführt, der sein Vizepräsidentenamt niederlegte, um die regionale Kandidatur gegen Ayuso anzuführen, in der Erwartung, zweitstärkste Kraft zu werden und die Linke anzuführen: Das Ergebnis war 0,0 wie alkoholfreies Bier. Aus diesem Versuch wurde nichts gelernt, so die Kritiker.
Das Gesamtbild zeigt eine Linke, die sich defensiv neu organisiert. Einige reden von Addition; andere davon, das Verbleibende aufzuteilen. Die schwebende Frage – die niemand mit Zahlen beantwortet – ist, wie viel dieser taktischen Front Strategie und wie viel Schadensbilanz ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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