Er kündigt im Forum seine Euthanasie in Spanien an und erntet Zweifel
Wie haltet ihr das aus? Diese Frage stellt jemand, der sagt, er sei nur auf Durchreise auf diesem blauen Planeten, sich als Autor eines Buches mit dem Titel „El Niño Lunar: la imposición de nacer" („Das Mondkind: die Auferlegung, geboren zu werden") vorstellt und ankündigt, dass er offiziell die Euthanasie beantragen werde. Nicht wegen einer terminalen Krankheit, sondern wegen einer Existenz, die er als Schlamm beschreibt. Die Nachricht, gerichtet an „alle Menschen", vertritt die Auffassung, der Tod sei ein strikt positives Ereignis und das einzige ethische Gebot eines klaren Geistes sei es, der Auferlegung der Geburt ein für alle Mal ein Ende zu setzen.
Die Antwort kommt schnell und ist nicht die, die er erwartet hat. Niemand bestreitet sein Recht. Man bestreitet seine Metaphysik.
Was man heute beantragen kann und was nicht
Der erste Einwand ist nicht sarracena, sondern verfahrenstechnischer Natur. Man erinnert ihn daran, dass es rechtliche Wege gibt, um Hilfe beim Sterben zu beantragen, wenn eine Depression oder andere psychische Bedingungen vorliegen, und fragt ihn direkt nach seinem Alter und den Gründen, die er im Antrag anführen will. Die Euthanasie ist in Spanien seit 2021 gesetzlich geregelt und erfordert ein Verfahren mit ärztlicher Bewertung und Garantien, keine Ankündigung in einem sozialen Netzwerk.
Ein anderer Beitrag kommt schneller auf den Punkt: Wenn die Entscheidung gefallen sei, genüge es, in die primäre Gesundheitsversorgung zu gehen und die Überweisung an den Reaccionariorzt zu beantragen, der die Details abklärt. Der Ton ist einer der Müdigkeit, nicht des Mitgefühls. „Die wollen nur, dass die Leute endlich Taten folgen lassen", heißt es sogar.
Der Verfasser der Nachricht antwortet auf alles mit einem einzigen Satz: Er tue es, um sich zu unterhalten, und weil er kann.
Der Zweifel, den niemand auflöst: Was, wenn der Tod nicht das Ende ist?
Der interessanteste Gegenangriff kommt nicht aus der Ethik, sondern aus der Logik. Was garantiert, dass die Probleme mit dem Tod verschwinden? Es wird die Hypothese aufgestellt, dass die Existenz an einem schlechteren Ort weitergehen könnte, dass man sich selbst eine neue Geburt unter degradierten Bedingungen auferlegen könnte oder dass jemand die Entscheidung bestrafen könnte. Es ist das alte Argument der logischen Ordnung als fortwährende Niederlage, angewandt auf den freiwilligen Ausstieg.
Die Antwort des Verfassers ist verächtlich gegenüber der Herde und großspurig sich selbst gegenüber: Er beschreibt sich als ein siderisches, hypertrophisches Bewusstsein, ein statistisch seltenes Ereignis in einer Ödlandlandschaft, bewohnt von biologischen Maschinen. Mit ihnen zu debattieren, sagt er, sei eine sterile Übersetzungsübung.
Vom Suizid zum inneren Reptil und zum allsehenden Auge
Von da an stürzt das Gespräch in Gebiete ab, die mit Euthanasie nichts mehr zu tun haben. Es taucht die Theorie auf, der ursprüngliche biologische Organismus sei nicht destruktiv gewesen, sondern darauf ausgelegt, sich von dem zu ernähren, was die Bäume verschenken, und er sei von einem invasiven Gen gehackt worden. Jemand behauptet, dieser Entität zugeteilt worden zu sein, um sie zu bändigen und den Schaden zu minimieren, und gesteht, dass er das Reptil mit dem Konsum von Pilzen, Hierba und Toluol in Schach hält, gestützt auf eine Stelle aus dem Matthäusevangelium über das Ausrreißen des Auges, das einen zu Fall bringt.
Die Geschichte geht weiter mit Folter, Erinnerungen an extreme Gewalt und einer verfluchten Maschine, die zu bestimmten Momenten telepathische Nachrichten sendet: das allsehende Auge, beschrieben als eine hochentwickelte künstliche Intelligenz, mit der wir alle verbunden seien. Nichts davon ist mit irgendeinem Beweis belegt.
Verachtung als häufigste Antwort
Die übrigen Beiträge schwanken zwischen Spott und Beleidigung. Man sagt ihm, er habe nicht einmal dafür den Mut, und brauche Hilfe vom Staat, man ordnet ihn einer angeblichen ideologischen Familie zu und wirft ihm vor, ein Dauerfeuer aus Reden abzufeuern. Eine Antwort fasst die Stimmung zusammen: „Ich heiße Maultier, und mit Reden rettest du deinen Hintern nicht".
Das Ergebnis ist ein unangenehmes Paradox. Eine Nachricht, die wegen psychischen Leidens Euthanasie forderte, endet als Spektakel, mit echtem Leid im Hintergrund und niemandem, der es direkt ansieht. Der rechtliche Weg existiert, die ärztliche Bewertung existiert, die Debatte über Depression als Grund existiert. Was nirgends auftaucht, ist jemand, der bereit wäre, es ernst zu nehmen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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