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ElXokas: 2,2 Millionen für Duplex in Madrid
Der Streamer zahlte bis zu 2,2 Mio. € für ein Duplex in Madrid mit drei Bädern unten und keinem oben.
2,2 Millionen Euro für ein Duplex mit drei Bädern im Erdgeschoss
Ein 80 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit integrierter Küche, eine obere Etage zum Zocken und drei eng gedrängte Bäder im Erdgeschoss. Für dieses Ensemble zahlte der Besitzer rund 2 Millionen Euro. Die Immobilie liegt in Madrid innerhalb des M-30-Rings und ist das neueste Beispiel dafür, was man dort für dieses Geld bekommt – und was nicht.
Es ist kein Schnäppchen und kein Betrug, sondern eine maßgeschneiderte Kernsanierung für eine einzige Person. Und genau hier beginnt die Debatte. Denn ein Haus, das nur für einen Bewohner konzipiert wurde, wird später zu einem Preis verkauft, der den tatsächlichen Wert widerspiegelt.
Wie viel kostete es wirklich und wie groß ist die Fläche?
Der Protagonist, einer der erfolgreichsten Streamers Spaniens, beziffert die Kosten auf etwa 2 Millionen Euro. Andere Quellen nennen 2,2 Millionen. Entscheidender als die Preisspanne ist die Flächenangabe: Das Katasteramt weist 176 Quadratmeter aus, während er selbst von 220 oder sogar 260 Quadratmetern spricht. Für jemanden, der gerne den Preis pro Quadratmeter betont, ist dieser Unterschied signifikant.
Nimmt man die höchste Fläche (260 m²) und den höchsten Preis (2,2 Mio. €), ergibt sich ein Wert nahe 8.500 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In La Sarracena, einem der teuersten Viertel, liegen Objekte oft 1.000 bis 2.000 Euro günstiger pro Quadratmeter. Der Käufer verteidigt den Deal als „Schnäppchen“ wegen der Lage innerhalb des M-30 und behauptet, er könnte es bereits für 3 Millionen weiterverkaufen.
Drei Bäder unten, keines oben
Laut Beobachtern handelt es sich um ein Bürogebäude aus den 80er-Jahren, das zu Wohnraum umgewandelt wurde; die Fassade wurde vor zwei Jahren erneuert. Diese Struktur bringt bauliche Nachteile mit sich, die auch ein hohes Budget nicht behebt: niedrige Deckenhöhen, drei Bäder im unteren Stockwerk und keines im oberen, wo zusätzlich eine zweite Küche installiert wurde. Das Gästezimmer hat kein Fenster.
Die Liste geht weiter. Eine einzelne Klimaanlage für das 80-Quadratmeter-Wohnzimmer auf dem Dach eines Gebäudes in Madrid. Ein Fitnessraum mit Gummiboden, dessen Nutzung der Besitzer selbst auf einmal alle zwei Wochen schätzt. Und das Streaming-Equipment direkt neben der Eingangstür, mit Nachbarn auf der anderen Seite der Wand.
Die offene Küche im Wohnzimmer sorgt für Kontroversen. Manche sehen darin einen Trend, andere erkennen darin die typische Lösung für Wohnungen ohne Platz oder Licht. Bei 80 Quadratmetern Wohnfläche greift keine dieser Rechtfertigungen.
Warum wird die Aufteilung so kritisch diskutiert?
Die Sorge vieler, die allein leben und ihre Wohnung später teilen müssen, ist nachvollziehbar: Wenn das Design auf eine Person zugeschnitten ist, fehlt oft Raum für Mitbewohner. Hier kommt erschwerend hinzu: Das Wohnzimmer ist bereits durch das Streaming-Setup belegt, sodass kaum flexible Zonen bleiben.
Andere interpretieren es anders. Eine Wohnung mit sichtbarem Arbeitsbereich und nur einem verfügbaren Zimmer signalisiert Neuankömmlingen, dass sie überflüssig sind. Das Design fungiert somit als Filter. Es ist die wohlwollendste Lesart einer Immobilie, die technisch gesehen potenzielle Untermieter ausschließt.
Lässt sich ein maßgeschneidertes Haus weiterverkaufen?
Der Fall erinnert an Michael Jordans Anwesen, das aufgrund seiner extrem persönlichen Ausstattung nur schwer zu verkaufen war. Sanierungen mit getrennten Klimaanlagen, einfachen Fliesen und eigenwilligen Grundrissen reduzieren den Kreis der Interessenten auf jene, die genau diesen Stil mögen.
Der Besitzer sieht es optimistisch: Er erwartet eine Wertsteigerung durch geplante Projekte und behauptet, er könnte heute schon 3 Millionen erzielen. Möglich ist das – wenn man jemanden findet, der unbelüftete Bäder und eine Küche im Wohnbereich attraktiv findet.
Warum startet er einen Lieferdienst?
Die Widersprüchlichkeit ist offensichtlich. Er gibt zu, monatlich 1.000 Euro für Essenslieferungen auszugeben und dies aus Gesundheitsgründen ändern zu wollen. Gleichzeitig gründet er ein Lieferunternehmen und bewirbt es aktiv. Er zieht also andere in ein Verhalten, das er selbst ablegen möchte.
Auf Fragen zur Wohngemeinschaft weicht er aus und reagierte auf den Hinweis, sein Bett zu machen, mit Arroganz.
Zusammenfassend lässt sich sagen: 176 m² laut Kataster. 2,2 Millionen Investition. Drei Bäder, in denen niemand schläft, und keines, wo man lebt. Bleibt die Frage: Wenn der Markt den Preis bestimmt, wer zahlt dann für etwas, das nur einem einzigen Geschmack entspricht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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