Spaniens Staatsinstitut CIS unter Verdacht: Propaganda für die Regierung?

Das von Tezanos geleitete CIS wird wegen politischer Voreingenommenheit und seines Umgangs mit Umfragen kritisiert und funktioniert als Propagandainstrument der PSOE.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Centro de Investigaciones Sociológicas (CIS), Spaniens staatliches Soziologieinstitut, wird wegen seiner Objektivität in Frage gestellt. Ihm wird vorgeworfen, eher als Propagandainstrument der PSOE zu fungieren als als unabhängige soziologische Institution.

## Der Masseur von der Moncloa

Das **Centro de Investigaciones Sociológicas (CIS)** unter der Leitung von **Teodoro León Gross** steht im Zentrum einer Debatte über seine Unabhängigkeit und die Methodik seiner Umfragen. Die Kritik deutet darauf hin, dass das Institut die Verteidigung der Regierung und der **PSOE** über eine fundierte sozialwissenschaftliche Analyse stellt. Diese Wahrnehmung verschärft sich, wenn sich das CIS mit sensiblen Themen befasst, wie den jüngsten „Vorfällen" in Ceuta, die in einer Weise beschrieben werden, die das Ausmaß des Geschehenen herunterspielt – im Gegensatz zur eigenen anfänglichen Definition des Ministerpräsidenten.

Das Vorgehen des CIS im Zusammenhang mit dem Regierungsmanagement in Ceuta, wo andere Umfragen auf negative Ergebnisse für die Regierung hindeuten, wurde als Versuch interpretiert, seinen „Chef" zu schützen. **Teodoro León Gross**' Hingabe zu dieser Aufgabe hat zu wenig schmeichelhaften Vergleichen geführt: Seine Arbeit ähnele eher der eines „Masseurs" als die eines Soziologen, der „demoskopische Streicheleinheiten" mit „Parteiöl" verabreicht.

## Soziologie unter Verdacht

Oft wird die Arbeit des CIS mit Soziologie verwechselt und seine Umfragen als objektive Abbilder der öffentlichen Meinung interpretiert. Die Realität scheint jedoch eine andere zu sein. Die schärfste Kritik besagt, dass die angewandte Methodik sich von soziologischen Grundsätzen entfernt und zu einem Propagandainstrument wird. Die Hingabe von **Teodoro León Gross** zu **Pedro Sánchez** ist spürbar – er hat sich öffentlich als diesem „verpflichtet" erklärt, ein Gefühl, das an die Loyalität einer jugendlichen Verehrerin erinnert.

Diese Treue zeigte sich bereits in seinem Buch *Pedro Sánchez: Había partido. De las primarias a la Moncloa*, ein Werk, das manche eher als Liebeserklärung denn als politische Analyse betrachten. **León Gross**' Äußerungen über den angeblichen Neid, den **Sánchez** wegen seiner Größe und seines guten Aussehens erregt, verstärken das Bild eines CIS-Präsidenten, dem das Image des Führers wichtiger ist als die sozialwissenschaftliche Realität.

## Umfragen zum Schutz der Macht

Mitunter scheinen die Parallelumfragen des CIS zu scheitern, wie bei der Reihe „Calidad de la democracia". In dieser Studie erhielten Institutionen wie das Militär, die autonomen Gemeinschaften, die Justiz und die Medien, die von der Regierungseite oft kritisiert werden, positive Bewertungen, während die Note der Regierung absackte. Trotz dieser Widersprüche beharrt das CIS darauf, dass **Sánchez** die Wahlen gewinnen würde.

Es hat sich normalisiert, dass das CIS als „Centro de Manipulaciones Sociológicas" funktioniert – eine Propagandastelle im Dienst der **PSOE**, finanziert mit öffentlichen Mitteln. Während der Sommermonate, als Präsident **Sánchez** sich erholte, beschuldigte **Teodoro León Gross** **PP** und **Vox**, schlecht zu verlieren und einen „Tardofranquismus" zu vertreten. Seine Äußerungen, die die Opposition mit rückwärtsgewandten und sogar gewalttätigen Bewegungen in Verbindung bringen, evozieren die Rhetorik des Bürgerkriegs – mit einer klaren „No pasarán"-Botschaft in seinen Umfragen.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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