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Durchschnittsalter in Online-Wirtschaftsforen nähert sich 45
Wer online über Wirtschaft diskutiert, ist meist zwischen 40 und 60 Jahre alt: kein Generationenwechsel, und 9 von 10 sind Männer.
Das Durchschnittsalter derer, die online über Wirtschaft diskutieren, nähert sich 45
Wie alt sind die Menschen, die im Internet über Geld streiten? Fünfundvierzig, Tendenz steigend. Das ist die Schätzung, die in spanischsprachigen digitalen Wirtschaftsgemeinschaften am häufigsten fällt und am besten zu den Selbstausk passt, die immer wieder eintrudeln, wenn jemand die Frage stellt: Vierzigjährige, die sich mit 23 registriert haben, Veteranen, die zu frisch vollendeten 60 bekennen, und ein Unbeugsamer, der 77 angibt. Die realistische Spanne reicht von 40 bis 65. Unter 25: praktisch niemand.
Die drei Lager, die um die Zahl streiten
Die meistzitierte Schätzung legt das Durchschnittsalter bei etwa 45 Jahren. Eine zweite Strömung setzt es auf 60 hinauf und verweist auf die Anhäufung von Profilen, die seit über einem Jahrzehnt am selben Ort schreiben. Und dann sind da die einzelnen Angaben, der am schwersten zu fälschende Datenpunkt: jemand mit 77 Jahren, der zugibt, dass er im Sierra de la Demanda-Gebirge im Zelt campiert, und prahlt, ein Jahr jünger auszusehen, und ein anderer, der in zwei Monaten 50 wird und versichert, niemand schätze ihn auf mehr als 49 und ein halbes.
Die eine Zahl, die niemand bestreitet, ist die Glatze. Die meisten sind kahl, Verzeihung an das Schweizer-Gitter-Toupet eines gewissen britischen Geheimagenten. Es ist der zuverlässigste Generationenmarker von allen.
Der Generationenwechsel, der nie kommt
Das Problem ist nicht das Alter, es ist die Starrheit. Wer mit zwanzig kam, ist mit vierzig noch da, nicht aus Treue, sondern weil ihn niemand ersetzt. Manche bringen es schonungslos auf den Punkt: Es gab keinen Wechsel, es sind dieselben, die seit fünfzehn Jahren dieselben Witze wiederholen. Die Kurve sinkt nicht durch Abwanderung, sie sinkt durch Todesfall, und das geben die Veteranen selbst zu, wenn sie scherzen, man komme hier mit zwanzig rein und gehe erst raus, wenn man den Löffel abgibt.
Die vollständige demografische Rechnung —Zugänge, Abgänge, durchschnittliche Zugehörigkeit und Profil derer, die gegangen sind— ergibt ein Bild, das niemand gut aussehen lässt und das nur verständlich wird, wenn man sich ansieht, wohin die Jungen abgewandert sind: zu kürzeren Formaten mit geringeren Ansprüchen ans Schreiben. Das lange, argumentierte Gespräch hat keinen Nachwuchs mehr.
Neun von zehn sind Männer, und das mentale Alter ist ein anderes Thema
Das zweite strukturelle Merkmal ist der Gender-Bias: 85 bis 90 Prozent der Schreibenden sind Männer. Das dritte ist der wiederkehrende Witz über die Reife: Das durchschnittliche körperliche Alter liege bei 30 Jahren, das mentale bei 30 Monaten. Eine drastischere Variante behauptet, 80 Prozent hätten das mentale Alter der Auszugsreife nicht erreicht und bräuchten weiterhin eine Vormundschaft, um ihr eigenes Leben zu regeln. Der Vergleich mit einem Schulhof fällt mehr als einmal, nicht als Beleidigung, sondern als Diagnose.
Niemand hat die Umfrage gemacht, die die Frage klären würde. Jemand hat sie vorgeschlagen, und sie ist im Sande verlaufen — die eleganteste Art, fünfzehn Jahre lang die Antwort nicht zu wissen. Also bleiben wir bei Schätzungen nach Gefühl über eine Gemeinschaft, die seit über einem Jahrzehnt über fremdes Geld streitet, mit Zahlen, die niemand überprüft. Tröstlich.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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