Drei-Konten-System: so vermeiden Paare Streit übers Geld

Das Drei-Konten-System trennt die Gehälter und richtet ein Gemeinschaftskonto nur für Grundausgaben ein. Ob prozentuale oder gleiche Aufteilung gilt, entscheidet, ob der schlechter Verdienende…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Drei-Konten-System: so vermeiden Paare Streit übers Geld
Drei Konten, damit das Geld die Beziehung nicht sprengt

Zwei Gehälter, eine Hypothek und ein Streit jedes Mal, wenn jemand den Einkauf bezahlt. Die Aufteilung des Geldes in der Beziehung ist wieder Thema – mit einem konkreten Vorschlag: das jeweilige Gehalt auf ein eigenes Konto fließen lassen, ein Gemeinschaftskonto nur für Grundausgaben eröffnen und die Beiträge anteilig nach Einkommen berechnen. Auf dem Papier verhindert das Drei-Konten-System, dass eine Laune des einen das Vermögen des anderen gefährdet. In der Praxis zwingt es dazu, über Zahlen zu sprechen, bevor man über Liebe spricht.

Das Prinzip ist einfach. Ein Privatkonto für jeden Partner, auf das das Gehalt eingeht und über das jeder sein Vermögen kontrolliert. Ein Gemeinschaftskonto, das sogenannte Konto C, ausschließlich für Hypothek oder Miete, Nebenkosten, Hausgeld und Grundnahrungsmittel. Und eine Regel: Auf dieses Gemeinschaftskonto wird nur genau der Betrag überwiesen, der das monatliche Haushaltsbudget abdeckt, ohne Extras.

Was passiert, wenn die Gehälter ungleich sind

Der größte Konfliktherd ist das Verteilungskriterium. Bei gemeinsamen Ausgaben von 1.500 Euro: Verdient einer 3.000 und der andere 1.500, bleibt bei gleicher Aufteilung für jeden 750 Euro. Anteilig (zwei Drittel und ein Drittel) zahlt einer 1.000, der andere 500, und beiden bleibt ein Drittel des Gehalts frei. Das anteilige Argument: Beide leisten dieselbe relative Anstrengung; das Gleichverteilungs-Argument: Beide nutzen die Wohnung gleichermaßen.

Bei ähnlichen Gehältern ist der Unterschied marginal. Verdient einer das Doppelte, entscheidet das Kriterium, ob der schlechter Verdienende ohne Spielraum bleibt oder Sparfähigkeit behält. An dieser Stelle hört das System auf, eine Tabellenkalkulation zu sein, und wird zu einer Paarentscheidung.

Spiegelkarten und unsichtbare Schulden

Das größte Risiko in einem Haushalt mit sehr unterschiedlichen Ausgabeprofilen ist nicht der Monatseinkauf, sondern der Kredit. Geteilte oder „Spiegel“-Karten – Karten, die von einem Konto abbuchen, aber auf den Namen einer anderen Person laufen – häufen Schulden an, ohne dass der Kontoinhaber es kontrolliert. Der Vorschlag: sie kündigen und dass jeder seine eigene Karte auf seinen eigenen Namen und sein eigenes Kreditrisiko beantragt.

Das Kleingedruckte zählt. Manche warnen, dass der Entzug des Zugangs zu Grundbedürfnissen als ökonomische Gewalt ausgelegt werden kann – ein Tatbestand, den das Gesetz vorsieht. Der Vermögensschutz hat rechtliche Grenzen, die man kennen sollte, bevor man ihn anwendet.

Der Einkauf ohne Extras

Das Gemeinschaftskonto bezahlt Essen, keinen Luxus. Wenn Premiumprodukte oder persönliche Lieblingsstücke in den Einkaufswagen wandern, werden sie mit der privaten Karte bezahlt. Fehlt das Geld, bleiben sie im Regal. Das ist der Teil des Systems, der am stärksten mit dem Alltag kollidiert, denn er macht jeden Kassenbon zu einer kleinen Verhandlung.

Manche Paare machen es genau umgekehrt: Beide Gehälter fließen aufs Gemeinschaftskonto, ein fester Betrag bleibt für Ausgaben, der Rest wandert auf die Privatkonten. Andere teilen direkt hälftig und richten ein Unterkonto für den Urlaub ein. Und es fehlt nicht an denen, die finden, dass man seinem Geld gegenüber niemandem Rechenschaft schuldet.

Die Grenze des Systems

Das Drei-Konten-System löst ein arithmetisches Problem und lässt das eigentliche unangetastet: Wenn man das Vermögen vor dem Partner schützen muss, ist das ausstehende Gespräch keins über Konten. Bei den heutigen Gehältern und Wohnkosten, die einen großen Teil des Budgets auffressen, lautet die Frage nicht, wie viele Konten man eröffnet, sondern wie viel zum Leben bleibt, nachdem die Grundkosten gedeckt sind.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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