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Drei Jahre undercover bei Separatisten in Katalonien
Eine Beamtin der Policía Nacional war drei Jahre unter Separatisten in Girona infiltriert und lebte über ein Jahr mit einem Aktivisten zusammen.
Drei Jahre undercover bei Separatisten in Katalonien
„María schenkte mir einige der schönsten Momente meines Lebens, ich verliebte mich in sie.“ So spricht ein separatistischer Aktivist aus Girona, der Haus, Reisen und Zukunftspläne mit einer Frau teilte, die nicht die war, für die sie sich ausgab. Für ihr Umfeld hieß sie María Perelló Amengual. Ihr richtiger Name ist María IT, ihre Funktion: Beamtin der Policía Nacional. Sie war drei Jahre lang undercover im Unabhängigkeitsbewegung der Stadt tätig, in der Carles Puigdemont von 2011 bis 2016 Bürgermeister war.
Die Recherche stammt von La Directa. Es handelt sich nicht um einen geringfügigen Spionagefall: Es gab eine vorherige Ausbildung, eine konkrete Mission und eine Liebesbeziehung, die zum Kern der Arbeit wurde.
Was tat die verdeckte Ermittlerin in Girona?
Absolventin der Kriminologie an der Universitat Pompeu Fabra, erhielt sie ihre Polizeiausbildung zwischen 2017 und 2018 in Ávila. Anfang 2020 kam sie aus Palma de Mallorca nach Girona mit dem Auftrag, in das soziale Leben der Stadt einzutauchen. Nach und nach gelang es ihr, bis sie Òscar C. kennenlernte, den Bruder einer ihrer ersten Freundschaften.
Òscar ist ein führender Aktivist: Er arbeitete für Òmnium Cultural, wurde in einer Großoperation untersucht und festgenommen und leitete viele Versammlungen der CDR (Comitès de Defensa de la República). Mit Beginn der Beziehung vervielfachte sich die Mission der Beamtin. Laut dem veröffentlichten Bericht nahm sie an Anwaltskonferenzen zur Festlegung juristischer Strategien teil, an Demonstrationen gegen die Inhaftierung von Pablo Hasel und an Versammlungen der Coordinadora de Feminismos de Girona.
Ein Jahr Zusammenleben, gemeinsame Reisen und Zukunftspläne
Das Paar lebte über ein Jahr zusammen in ihrem Haus. Es gab gemeinsame Reisen und sogar Pläne, in eine größere Wohnung zu ziehen. „Was sie mir angetan hat, ist unbeschreiblich. Sie hat mich zerstört, meine Schwester, meine Eltern und mein Umfeld“, erzählt Òscar. Er fasst das Erlebte als „Folter“ zusammen und fügt einen Satz hinzu, der den Kern der Sache trifft: „Ich gab ihr das Beste von mir, und sie spionierte mich wegen dessen aus, was ich tue und denke.“
Der Abstand zwischen persönlicher Beziehung und professioneller Tätigkeit ist der Knotenpunkt fast alles. Ein Teil der Analyse sieht dies als irreparablen Schaden für jemanden, der glaubte, ein gemeinsames Leben aufzubauen. Ein anderer Teil liest es als inhärentes Risiko jeder Geheimdienstoperation, die in die Intimsphäre eindringt.
Der doppelte Maßstab: derselbe Fall mit einem männlichen Undercover-Agenten
Der am häufigsten gezogene Vergleich betrifft ein bekanntes Präzedenzfall: Ein Agent soll dasselbe getan haben, indem er sich mit mehreren Personen einließ, um Informationen zu erhalten, wie ein Forennutzer behauptete. Das Urteil ändert sich je nachdem, wer dahintersteckt. Manche argumentieren, dass die Frau als Verräterin abgestempelt wird, während man dem Mann seine Effizienz gratuliert. Andere antworten, dass die Kritik nicht am Geschlecht liegen sollte, sondern an der Methode: Gefühle als Werkzeug zu missbrauchen.
Laut den veröffentlichten Daten hatte die Beamtin einen Hochschulabschluss. Dieses Detail nährt die Gerüchte darüber, wer für solche Aufgaben ausgewählt wird und welche psychologische Vorbereitung erfolgt.
Rechtfertigt der Staat solche Operationen?
Hier spaltet sich die Analyse wirklich. Eine Strömung verteidigt die Überwachung radikalisierter Gruppen als legitim und erinnert an Gewaltpläne, die bestimmten Sektoren des Unabhängigkeitsmilieus zugeschrieben werden – ein Umstand, den die veröffentlichten Informationen nicht als belegt ansehen. Die Gegenposition hält entgegen, dass eine Operation, die auf einer emotionalen Lüge basiert, keine Geheimdienstarbeit sei, sondern Theater, und dass jemand die Kosten beziffern sollte.
Denn auch Geld ist ein Thema. Die Frage tauchte auf, wie viel unserer Steuern diese Spielereien finanzieren und was als Gegenleistung erhalten wurde. Eine Bilanz wurde von niemandem veröffentlicht.
Das verwirrende Detail
Und mitten in allem ein Detail, das die Geschichte neu ordnet: Laut La Directa hätte die Mutter der Undercover-Agentin an der Inszenierung beteiligt gewesen sein. Die Geschichte endete nicht bei der Beamtin.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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