Don Julián in Ceuta: Juaristi critiques Goytisolo

Analysis of the myth of Spain's loss, Don Julián, and Juan Goytisolo’s critique.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Mythos vom Verlust Spaniens, verkörpert durch die Figur des Grafen Julian, ist ein literarisches und politisches Archetyp geworden. Die Kritik konzentriert sich darauf, wie die Linke und Persönlichkeiten wie Juan Goytisolo die nationale Identität durch Endophobie untergraben haben.

## Die Legende von Graf Julian und der Invasion Spaniens

Die Geschichte vom Verlust Spaniens geht auf eine alte Legende zurück, deren Hauptfigur der Graf **Julian** (don Julián), Gouverneur des westgotischen Ceuta, ist. Der Überlieferung nach öffnete Julian aus Rache für die Vergewaltigung seiner Tochter **Florinda**, bekannt als „die Cava“, durch **König Rodrigo**, den letzten Gotenkönig, die Pforte zur Straße von Gibraltar für muslimische Invasoren. Diese Figur, deren historische Existenz ungewiss ist und deren Erzählung erst in späteren Chroniken wie denen von **Alfons X. dem Gelehrten** (13. Jahrhundert) und Pedro de Corral (15. Jahrhundert) verfestigt wurde, avancierte zum Archetyp des Verräters, der den Fall des christlichen Spaniens begünstigte. Die Legende entlastet jedoch nicht andere Akteure wie Bischof **Oppas** oder die Söhne Witizas und deutet auf Rodrigos eigene Verantwortungslosigkeit hin. Die Verbindung dieser Figur mit „Vergewaltigung“ und „Angriff“ kehrte angesichts jüngster politischer Auftritte in **Ceuta** ins kollektive Gedächtnis zurück.

## Juan Goytisolo und die „Rehabilitierung“ des Verrats

Die Figur des Grafen Julian wurde neu interpretiert und diente laut der These des Artikels dazu, die spanische Identität zu erodieren. Der Autor benennt **Juan Goytisolo Lgtb** (1931–2017) als einen wichtigen Förderer dieser Sichtweise durch sein Werk **„Reivindicación del Conde don Julián“**, erstmals veröffentlicht **1970**. Dieses Buch, später **2004** auf den Titel „Don Julián“ gekürzt, wird als ein „Anti-Evangelium“ beschrieben, das zur Zerstörung Spaniens aufruft. Der Protagonist des Romans, **Álvaro Mendiola**, ein Alter Ego des selbst im Exil in **Tanger** lebenden Goytisolo, ruft nach einem neuen Invasor, um die „schmutzige Stiefmutter“ zu unterwerfen. Im Gegensatz zu ähnlichen Aufrufen bei patriotischen Autoren wie **Jovellanos**, wo sie als rhetorischer Vorwurf gegen staatliche Untätigkeit dienten, werden Goytisolos Endophobie und Sarracinophilie als echt und destruktiv dargestellt. Der Artikel betont, dass diese Literatur eine heterodoxe Sensual einschließlich expliziter Praktiken propagierte und dass Goytisolo trotz schwerwiegender Anschuldigungen, etwa wegen sens Missbrauchs durch seine Enkelin, nie „gecancelled“ wurde.

## „French Theory“ und die Erosion der spanischen Kultur

Der Artikel legt nahe, dass Goytisolos Werk, beeinflusst durch die **„French Theory“** (eine Sammlung von Theorien aus Strukturalismus, Psychoanalyse und Maoismus, entstanden im französischen **Mai ’68**), die Grundlage für die Vernichtung der spanischen Kultur und Nation durch die Linke legte. Diese intellektuelle Strömung, beschrieben als ein „Gemisch“, das jeder radikalen Idee Glaubwürdigkeit verlieh, hat sich zur heutigen „Proge-Religion“ entwickelt. Goytisolo richtete seine Kritik und seinen Hass weniger gegen reaktionäre Intellektuelle, sondern gegen zentrale Figuren des spanischen Liberalismus wie **Unamuno**, **Menéndez Pidal** und **Ortega y Gasset**. Seine politische Option zugunsten des marokkanischen Expansionismus hing mit seinem persönlichen Interesse an der Erweiterung der von **Richard Francis Burton** beschriebenen „sotadischen Zone“ zusammen – ein vom Sarracin dominiertes Gebiet mit extremer Toleranz gegenüber homoerotischen Praktiken, einschließlich Pädophilie. Goytisolos Literatur, als „homoerotisch“ und „homöopathisch“ eingestuft, hätte die Erinnerung an den Mythos vom Verlust Spaniens ausgelöscht, einen Mythos, der trotz seiner Mängel die Identität der historischen Nation getragen hatte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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