Dolly Parton mit 80 Jahren gestorben: Country-Ikone und Philanthropin

Dolly Parton ist mit 80 Jahren gestorben. Vom Haus ohne Strom bis zum Musik- und Wohltätigkeitsimperium: Ihr Vermächtnis und die Frage nach einer würdigen Nachfolge.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Abschied von Dolly Parton: Die Stimme, die aus Armut ein Imperium machte

Die Nachricht hat die Musikbranche schwer getroffen. Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben, wie ihr Neffe Bryan Seaver im Namen der Familien Parton und Owens bestätigte. Die Sängerin und Songwriterin, Schöpferin von Klassikern wie Jolene und I Will Always Love You, hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über die Country-Musik hinausreicht.

Von der Hütte ohne Strom an die Spitze von Nashville

Sie wurde 1946 in einer Einraumhütte in Tennessee geboren, als viertes von zwölf Geschwistern. Ihr Vater, ein Tabakbauer, bezahlte den Arzt, der ihre Geburt begleitete, mit einem Sack Maismehl. Die Familie hatte weder fließendes Wasser noch Heizung oder Elektrizität. Diese entbehrungsreiche Kindheit war kein Hindernis, sondern der Treibstoff ihres Schaffens. Songs wie Coat of Many Colors, in dem es darum geht, wie ihre Mutter ihr aus Stoffresten einen Mantel nähte, sind pure Autobiografie.

Die Unternehmerin, die sich nicht in eine Schublade stecken ließ

Parton war viel mehr als eine außergewöhnliche Stimme. 58 Jahre lang war sie mit demselben Mann verheiratet, was im Showgeschäft fast beispiellos ist. Ihre Stiftung hat 270 Millionen Bücher in verschiedenen Ländern verteilt. Sie förderte Tierheime und baute einen Freizeitpark auf. Diese philanthropische Seite steht in Kontrast zu dem leichtfertigen Image, das ihr manchmal zugeschrieben wurde. Sie selbst fasste es ironisch zusammen: «Witze über dumme Blondinen nehmen mir nicht übel, weil ich weiß, dass ich nicht dumm bin… Und ich bin auch keine Blonde.»

Ein Vermächtnis, das über den Country hinausgeht

Ihr Einfluss erreichte auch ein Publikum, das nie eine Country-Platte gehört hätte. Die Version von I Will Always Love You, die Whitney Houston in Bodyguard populär machte, war ursprünglich eine ihrer eigenen Kompositionen. Auch Hymnen wie 9 to 5 hinterließ sie, die zu einem Klassiker der Popkultur wurden. Ihr Tod kommt nur kurze Zeit nach dem ihres Mannes; erst kürzlich hatte sie Konzerte aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Die Debatte über die amerikanische Popmusik

Ihr Tod hat eine unbequeme Diskussion neu entfacht: Was bleibt von der goldenen Ära der Popmusik? Manche behaupten, diese unwiederholbare Epoche habe keine Nachfolge, dass die heutigen Künstler durch Hässlichkeit ersetzt worden seien. Andere, kritischere Stimmen halten die gesamte nordamerikanische Popmusik für ein mittelmäßiges Produkt eines untergehenden Imperiums. Fest steht: Parton hat sich mit ihrem Talent und ihrem Geschäftssinn den Respekt aller gewonnen.

Die Branche verliert eine ihrer letzten großen Damen. Bleibend ist ihr Werk, das sie unsterblich macht, solange es Musik gibt. Und bleibend die Frage, ob jemand diesen Platz einnehmen wird. Angesichts der aktuellen Lage sieht die Antwort nicht rosig aus.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (72 Antworten).

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