Diesel bei 2,50 €/l: Ukrainische Drohnen und die Kosten

Der Dieselpreis nähert sich 2,50 €/l, während Angriffe auf russische Raffinerien den Kraftstoff verteuern und Europa die Rechnung trägt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Diesel bei 2,50 €/l: Ukrainische Drohnen und die Kosten
Diesel bei 2,50 € und die wahre Rechnung des Krieges

Die Tankstelle ist zum ehrlichsten Barometer dieses Konflikts geworden. Ein Fahrer tankte Nexa-Diesel für 2,1 €/l; der einzelne Liter wurde bereits um die 2,50 € gehandelt. Zwischen diesen beiden Preisen – nicht in den Nachrichtensendungen – wird jener Teil des Krieges ausgetragen, der das Portemonnaie einer Durchschnittsfamilie wirklich trifft.

Allein diese Spanne, gemessen an der Zapfsäule und nicht an der Propaganda, erklärt, warum der Dieselpreis an jeder Theke zur außenpolitischen Frage geworden ist. Die entscheidende Frage lautet: Was treibt die Preise?

Warum Diesel teurer wird, obwohl die Front 2.000 Kilometer entfernt liegt

Der Hebel ist nicht das Rohöl, sondern die Raffination. Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Raffinerien reduzieren die Produktionskapazität und treiben den weltweiten Dieselpreis nach oben. Spanien, das einen Großteil seines Dieselbedarfs importiert, hat keinen Puffer: Was in einer russischen Anlage kaputtgeht, zahlt man an einer Raststätte auf der A-2.

Hier treffen zwei Narrative aufeinander. Das eine besagt, dass der Anstieg der unvermeidliche Preis für die Unterstützung Kiews sei. Das andere entgegnet, dass der globale Markt auch jene bestraft, die wegsehen. Die Berechnungen, die die Schuld zuweisen – wie viel jeder Angriff auf den Endpreis pro Liter ausmacht – stimmen nicht überein, und wer die Aufstellung Posten für Posten vorliegen hat, wird sich wundern.

Panzer, die aus Ihrer Tasche kommen

Die zweite Front ist buchhalterischer Natur. Dutzende westlicher Kampfpanzer – Leopard, Abrams –, die an die Ukraine geliefert wurden, stammen aus europäischen Haushalten, also von Steuerzahlern. Ihnen gegenüber stehen tausende von billigen Drohnen zerstörte russische Panzer. Die Kostenasymmetrie ist brutal und wirft eine unbequeme Frage auf: Wer bezahlt das teure Material, wenn das billige offenbar ausreicht?



Mit Dieselpreisen nahe 2,50 € und der militärischen Rechnung auf dem Tisch sollte es eine Frage der Arithmetik sein. Es ist etwas anderes geworden. Und genau dort stockt die Analyse.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

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