Die Serie von Skandalen, die Spaniens Staatsbeteiligungsgesellschaft SEPI belastet

Masken, U-Boote, Hochgeschwindigkeitszüge und Rettungspakete: Die spanische SEPI hat rund ein Dutzend mutmaßliche Skandale angehäuft, ohne dass die Justiz reagiert. Muster oder Zufall?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

SEPI und die endlose Liste von Fällen, die niemand gründlich untersucht

Trotz der ständigen Vorwürfe, die die Sociedad Estatal de Participaciones Industriales (SEPI, die staatliche Industriebeteiligungsgesellschaft Spaniens) mit rund einem Dutzend mutmaßlicher Skandale verbinden – von den Maskenkäufen 2020 über die Mehrkosten der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Bilbao bis hin zu Tubos Reunidos, Duro Felguera, den 8x8-Panzern vom Typ Dragón oder den U-Booten der S-80-Klasse – ist die Justizmaschinerie kaum in Bewegung gekommen. Der Kontrast ist auffällig: Jeder öffentliche Auftrag scheint einen Schatten des Verdachts mit sich zu bringen, doch die Akten stapeln sich, ohne dass es Verurteilungen oder abschreckende Sanktionen gibt.

Das Gefühl der Straflosigkeit verstärkt sich, wenn man die Liste der Vorfälle durchgeht, die ein bekannter Anti-Korruptions-Aktivist – in Foren „der wütende Murcianer" genannt – nach und nach aufgedeckt hat: mutmaßliche Fälle von irregulären Auftragsvergaben, Kostenüberschreitungen und zweckentfremdeten Geldern in Gemeinden, Provinzverwaltungen und Staatsunternehmen. Seine Enthüllungen fanden jedoch kaum Echo in den großen Medien, was die Theorie einer medialen Zensur oder zumindest einer kalkulierten Gleichgültigkeit nährt.

Zu den wiederkehrenden Beispielen gehören die 2020 zu mutmaßlich überhöhten Preisen gekauften Masken, die millionenschweren Hilfen für Unternehmen wie Tubos Reunidos und Duro Felguera, die technischen und finanziellen Probleme der Panzer- und U-Boot-Programme oder der gestohlene Kohle in Kantabrien. Auch der gigantische Tunnelbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Bilbao, dessen Entschädigungszahlungen sich laut Berichten auf astronomische Summen belaufen. Jeder Fall für sich könnte ein Skandal sein; zusammen zeichnen sie ein Muster.

  • Masken (2020): Notaufträge ohne Kontrolle.
  • SEPI-Hilfen für Krisenunternehmen (Tubos Reunidos, Duro Felguera).
  • Dragón-Programm (8×8) und S-80-U-Boote: Mehrkosten und Verzögerungen.
  • Gestohlene Kohle in Kantabrien und Plünderung öffentlicher Ressourcen.
  • Tunnel der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Bilbao: Rekordentschädigungen wegen Verzögerungen.

Das Verwunderlichste ist nicht die Abfolge der Fälle, sondern das Fehlen jeglicher Konsequenzen. Während aus bestimmten Kreisen immer wieder von einem organisierten Korruptionsnetzwerk auf allen Verwaltungsebenen die Rede ist, beschränkt sich die offizielle Linie auf Leugnen und Verharmlosen. Die Frage, die in der Luft liegt, ist direkt: Wann nimmt die Justiz diese Akten endlich ernst? Oder schlimmer noch: Gibt es überhaupt den politischen Willen dazu?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (32 Antworten).

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