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Die Kosten einer gescheiterten Resozialisierung: 4 Tote, Freiheit und 2 weitere Opfer
Vier frühere Morde, 2013 freigelassen und zwei weitere Opfer 2022 und 2023. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert 41 Jahre für den 'TikTok-Killer'.
Vier Morde, Freiheit und zwei weitere Opfer: Die Rechnung der Rückfallkriminalität
Seit 2013 auf freiem Fuß. Neun Jahre später kreuzte die Kriminalstatistik erneut seinen Namen: zwei weitere Opfer, darunter Ester Estepa, die am 23. August 2023 verschwand und Monate später in einem Schilffeld in Gandía gefunden wurde. Die Provinzstaatsanwaltschaft von Valencia fordert nun 41 Jahre Haft für José Jurado Montilla, der vor allem durch einen Spitznamen bekannt ist, der den Fall zum Medienphänomen machte: der 'TikTok-Killer'.
Die Vorstrafen, die die Freiheit nicht verhinderten
Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Justizsystem mit diesem Namen konfrontiert sieht. Jurado Montilla werden vier Tötungsdelikte zugerechnet, die ihn ins Gefängnis brachten, doch 2013 kam er frei. Die spätere Akte umfasst laut Anklage zwei weitere Morde, begangen 2022 und 2023: der an dem jungen Mann aus Málaga – den er, der Darstellung zufolge, in einem Umfeld sozialer Benachteiligung kennengelernt hatte – und der an Ester Estepa, die er in einer Unterkunft in Alicante traf. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Opfer nach einer ablehnenden Reaktion auf sens Forderungen misshandelt und anschließend sens missbraucht wurde; die Leiche wurde erst Monate später gefunden.
Die wirtschaftliche Rechnung der Rückfälligkeit
Die wirtschaftliche Lesart des Falls ist vernichtend. Haft verursacht direkte Haushaltskosten, doch Rückfallkriminalität kostet Leben, die kein Haushalt verbucht. Manche halten eine gescheiterte Resozialisierung für teurer als Prävention, und andere führen das Argument ad absurdum: Als endgültige Lösung wurden einmal zwei Euro kalkuliert – eine zynische Bemerkung, die als Metapher für Verzweiflung kursiert. Die eigentliche Frage lautet nicht, wie viel ein Häftling kostet, sondern wie viel es kostet, beim Strafmaß falschzuliegen.
Die lebenslange Freiheitsstrafe mit Überprüfung, die zu spät kam
Der Fall eröffnet die Debatte über die Grenzen des Systems neu. Die spanische lebenslange Freiheitsstrafe mit Überprüfungsmöglichkeit (prisión permanente revisable) erscheint als Instrument, das die zweite Opferwelle verhindert hätte, hat aber ein Problem: Das frühere Urteil wurde nach dem Strafgesetzbuch von 1973 gefällt, das die Höchststrafe auf 30 Jahre begrenzte und Vollzugslockerungen offenließ. Die Kritik richtet sich gegen diesen Rahmen, wenn auch nicht nur gegen die Richter: Ein Teil der Analyse erinnert daran, dass der Richter das Gesetz anwendet und die Verantwortung für die gesetzliche Gestaltung beim Gesetzgeber liegt.
Vier Morde, 41 geforderte Jahre, sechs Tote auf dem Tisch. Und es gibt immer noch Leute, die darüber streiten, ob das Problem das Gesetz, die Richter oder ein System sind, das Milde mit Kalkül verwechselt. Das Einzige, was klar ist: Die nächste Rechnung zahlt die Gesellschaft. Die Frage ist, ob jemand rechnen will, bevor die Zahlung fällig wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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