Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Die Alba-Madonna: Eine Reise im Wert von 1,1 Millionen Dollar
Vom spanischen Adel in sowjetische Kellergewölbe: Die Alba-Madonna wechselte 1931 für 1,1 Millionen Dollar den Besitzer. Raffaels Madonnen zwischen…
Die Alba-Madonna: Eine Reise im Wert von 1,1 Millionen Dollar
Raffaels Madonnen sind das PowerPoint der Gegenreformation: himmlische Propaganda mit feinem Pinsel. Makelloses Werk, ja, aber konzipiert, um Reinheit an ein Publikum zu verkaufen, das nicht lesen konnte. Doch das Genie aus Urbino vermochte die Madonna so zu vermenschlichen, dass sie zur Frau aus dem Trastevere wurde – wie der Blick der Madonna della Seggiola zeigt, die nicht mehr segnet, sondern warnt: "Sohn, mach dich bereit, es knallt".
Leonardos Einfluss und die Vermenschlichung des Ikons
Von Leonardo übernahm Raffael das Sfumato und die umhüllenden Kompositionen, verlieh ihnen aber eine erdverbundenere Note. Die Madonna della Seggiola im Palazzo Pitti ist ein Medaillon städtischer Zärtlichkeit; die Belle Jardinière im Louvre hat eine Lethargie, gegen die selbst Instagram alt aussieht. Nicht der selige Blick der frühen Madonnen: Das ist eine Mutter aus der Nachbarschaft. Selbst in kleineren Werken wie der Madonna von Orléans im Musée Condé ist der Ausdruck intimer, weniger wie eine Waschmittelwerbung.
Der Weg der Casa de Alba: vom ruinierten Adligen zu Mellon
Die Alba-Madonna (1511) ist das perfekte Beispiel dafür, wie Kunst ein Thermometer der Macht ist. Bis 1802 im Besitz des Hauses Alba, wurde sie an den dänischen Botschafter Edmund Bourke verkauft, durchlief britische und französische Sammlungen und gelangte 1836 durch Nikolaus I. von Russland in die Eremitage. Ein Jahrhundert später verkaufte die Sowjetregierung, dringend auf Devisen angewiesen, das Bild heimlich an Andrew W. Mellon – für den Rekordbetrag von 1.166.400 Dollar. Heute hängt es in der National Gallery of Art in Washington.
Das Musée Condé: Kostbarkeiten, die nie verliehen werden
Das Musée Condé in Chantilly (11.000 Einwohner) besitzt die Madonna von Loreto und die Madonna von Orléans, verleiht aber keine Werke – dem Willen seines Stifters, des Herzogs von Aumale, entsprechend. Eine Politik, die manche als altmodischen Adelsstolz sehen, im Gegensatz zum medialen Zirkus gesponserter Ausstellungen.
Die Madonna von Loreto, mit fragwürdiger Zuschreibung (Werkstatt Raffaels?), und die schlichtere, ehrlichere Madonna von Orléans vervollständigen einen Katalog, der beweist, dass Raffael ein Genie der visuellen Komposition war. Doch wie manche Analysen anmerken, lässt sich all diese technische Perfektion auch als leeres Reliquiar lesen. Kunst wird ein Thermometer der Macht bleiben, doch Raffaels ästhetische Reinheit – für manche ohne echten Inhalt – wird weiter im Wert steigen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).
Im Jahr 1870 lynchte in Hautefaye (Dordogne) ein Mob aus Dorfbewohnern Alain de Monéys während des Dorffestes, 600 km von der Front entfernt. Ein Fall, der beunruhigt…
«Elengoa» klingt verdächtig nach dem baskischen Wort «lehenengoa». Aus diesem Echo entsteht Paios und Beres, eine Alternativgeschichte der menschlichen Herkunft, die auf YouTube durch die Decke geht
Hitler hielt das Kolonialreich des Zweiten Reichs für einen Fehler: Der Lebensraum lag in Osteuropa, und die französischen Kolonien in Afrika verwaltete Vichy.
Nur Rom konnte die Kreuzigung anordnen, doch den Anstoß zur Verhaftung gab der Tempelklerus. Das Zweite Vatikanische Konzil lehnte die Kollektivschuld des jüdischen Volkes ab.