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DGT-Hubschrauber stürzt bei Landung zum Mittagessen ab
Ein Hubschrauber der spanischen Verkehrsdirektion (DGT) stürzte in La Mojonera ab, nachdem der Pilot nahe einem Restaurant landete. Staub erschwerte die Sicht, das Heckrotor traf einen Baum.
Abgestürzter DGT-Hubschrauber in Almería wollte zum Essen landen
Am 11. August um 12:35 Uhr stürzte ein Eurocopter AS355 NP der DGT (Dirección General de Tráfico) im Gemeindegebiet von La Mojonera in Almería ab. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Das Fluggerät wurde zerstört. Ein vorläufiger Bericht des Verkehrsministeriums hat die Ursache geklärt und belastet den Piloten schwer: Er hatte telefonisch im Restaurant Cortijo Blanco reserviert und beschlossen, in dessen Nähe zu landen.
Die Manöver fand in einem nicht vorbereiteten Bereich statt. Als sich der Hauptrotor drehte, wirbelte er eine Staubwolke auf, der Pilot verlor die visuelle Orientierung zum Boden, das Heckrotor schlug gegen einen Baum und der Hubschrauber stürzte ab. Das Dokument stuft diese Elemente als "feststehende Tatsachen" ein. Die zunächst diskutierte Hypothese eines Windstoßes ist damit vom Tisch.
War er im Dienst oder nur auf dem Weg zum Restaurant?
Der Hubschrauber war vom Flughafen der Hauptstadt Almería gestartet. Der Bericht klärt nicht, ob dies im Rahmen eines offiziellen Auftrags geschah oder lediglich zur Erreichung der Lokalität diente. Laut Europa Press war er für Überwachungs- und Kontrollaufgaben im Zusammenhang mit dem Electronic-Music-Festival Dreambeach Villaricos eingesetzt worden, das in Cuevas del Almanzora stattfindet, etwa 120 Straßenkilometer entfernt.
Hier liegt der Knackpunkt. Ein Luftüberwachungshubschrauber, ein Festival zwei Autostunden entfernt und ein telefonisch reservierter Tisch. Diese Koinzidenz beweist allein nichts, macht aber aus einem unfallfreien Vorfall eine Frage der Kontrolle öffentlicher Ausgaben. Und der Vorfall ereignet sich in einem Umfeld permanenter Prüfung: Die gleiche Verwaltung, die wegen Verkehrssicherheit Bußgelder verhängt, endet mit einem gebrochenen Heckrotor an einem Baum.
Das Cortijo Blanco: LKW-Parkplatz und treue Kundschaft
Das Restaurant liegt neben der Autobahn A-7 und nahe einer Tankstelle, mit großzügigem freien Parkplatz, auch für Lastwagen. Auf verbreiteten Bildern erscheint der Hubschrauber hinter dem Gebäude zwischen Bäumen, nicht auf der offenen Fläche davor. Ein Detail, das alle möglichen Kommentare über die Präzision der Landung genährt hat.
In Online-Diskussionen beschreiben Nutzer es als günstiges Lokal mit schnellem Service und freundlichem Personal; der Besitzer, ein Mann über 80 Jahre, nehme Bestellungen wie jeder andere auf. "Gut isst man dort, wo die LKWs parken", sagt die Straßenweisheit. Hier schrieb sich der Witz selbst, und zwar nicht zugunsten des Piloten.
Eine Kontakt-E-Mail auf der Junta-Domain
Eine Nachricht im Thread zeigt als Kontaktadresse der Restaurant-Website eine E-Mail, die auf der Domain der Junta de Andalucía (Regionalregierung von Andalusien) gehostet wird. Im selben Diskussionsstrang werden Schulungsveranstaltungen des Ifapa verlinkt, dem landwirtschaftlichen Forschungsinstitut Andalusiens.
Manche behaupten, dies sei ein Missbrauch öffentlicher Mittel; andere führen es auf mangelnde IT-Kenntnisse desjenigen zurück, der die Seite vor Jahren erstellte, als eine eigene E-Mail-Adresse unnötig erschien. Welche Erklärung stimmt, kann kein Unfallbericht klären. Klar ist jedoch, dass die Diskussion die digitale Spur des Lokals mit der der andalusischen Verwaltung kreuzt.
Der Präzedenzfall im März: Kokain, Methamphetamine und Verhaftung
Monate zuvor, im März, stürzte ein weiterer DGT-Hubschrauber – mehrere Millionen Euro wert – bei einer Notlandung in der Nähe von Robledo de Chavela in Madrid ab. Die Sache war eher skurril als tragisch: Dem Piloten wurde vorgeworfen, vom Ort geflohen zu sein, und er wurde von der Guardia Civil verhaftet, nachdem er positiv auf Kokain und Methamphetamine getestet wurde, laut veröffentlichten Berichten. An Bord befand sich ein zweiter Beamter der Verkehrsdirektion, der die Kamera bediente, sowie dessen Frau, wie später bekannt wurde.
Dieser Vorfall dient nun als Maßstab. Manche argumentieren, das System entferne Fehlerhafte nicht und der Pilot habe kurz danach wieder am Steuer gesessen.
Was passiert nach dem Absturz eines öffentlichen Hubschraubers?
Zwei Unfälle in fünf Monaten mit derselben Flotte. Im Fall von La Mojonera beschränkt sich der offizielle Bericht darauf, den menschlichen Fehler zu beschreiben, und geht nicht auf verwaltungsrechtliche Konsequenzen ein. Veröffentlichte Informationen geben keine Details darüber, ob Verfahren eröffnet, Suspendierungen ausgesprochen wurden oder bezahlter Urlaub während der Untersuchung gilt.
Diese Informationslücke nährt das Gefühl der Straflosigkeit. Sie erklärt auch, warum ein unfallfreier Crash auf einer Straße in Almería zu einer Debatte über die Verwendung öffentlicher Gelder wurde. Manche scherzen, dass die Aufnahmeprüfung für Hubschrauber-Piloten der Verkehrsdirektion geringe Anforderungen stelle. Der Scherz deutet auf etwas Ernsthafteres hin: Wenn die Eingangshürden niedrig sind, werden Fehler in Euro und Schlagzeilen bezahlt.
Der Bericht beschreibt präzise den Staub, den Verlust der Orientierung und den Baum. Der unbequeme Teil bleibt offen: Was tat dieser Hubschrauber, der vom Flughafen der Hauptstadt startete, nur um hinter einem Restaurant zu landen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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