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Deutschland ohne LNG-Terminals: Abhängigkeit von russischem Gas
Spanien besitzt sieben Regasifizierungsanlagen, Deutschland keine. Russisches Gas wird zum kritischen Schwachpunkt der deutschen Industrie.
Russisches Gas: Deutschland hat 0 Regasifizierungsanlagen und der Winter steht vor der Tür
Deutschland hält nicht mehr durch. Jede Woche, die der Krieg andauert, stellt eine Rechnung aus, die das Land nicht zweimal zahlen kann, und seine Führungsspitze beginnt dies offen zu sagen. Merkel betonte, dass man Russland nicht isolieren dürfe; die gleiche Regierung, die versprach, dieses Jahr auf russisches Gas zu verzichten, blickt nun auf den Kalender und rechnet. Die größte Industrienation Europas baute drei Jahrzehnte Wettbewerbsfähigkeit auf billigem Gas auf und stellt fest, dass es keinen Ersatz gibt.
Die Rechnung, die Berlin nicht schriftlich niederlegen will
Vor einem Monat versicherte die deutsche Exekutive noch, das Land könne bereits in diesem Jahr auf russisches Gas verzichten. Das Bluff war von weitem sichtbar. Eine vollständige Umstellung der Lieferlogistik erfordert mindestens 3 bis 5 Jahre, und das nur im optimistischen Szenario: dem, der davon ausgeht, dass Moskau weiterhin verkauft. Die Alternative ist die selbstzerstörerische Politik, den Hahn zuzudrehen und das Loch zu akzeptieren.
Die Zahlen, die in Energiekreisen kursieren, sind solche, die einem Industrieminister den Schlaf rauben. Einige behaupten, ein russischer Stopp könnte Deutschland über Nacht bis zu 40% seines BIP kosten. Dies ist keine validierte Prognose eines Instituts, aber sie zeigt das Ausmaß der Panik: Ein Exportland für Investitionsgüter, energieintensiv, mit stillgelegten Fabriken und einer alternden Bevölkerung erfindet sich nicht in zwei Geschäftsjahren neu.
Warum hat Spanien 7 Regasifizierungsanlagen und Deutschland keine?
Hier kommt die Tatsache, die jeden verwirrt, der die industrielle Überlegenheit Deutschlands verteidigt hat: Spanien konzentriert ein Drittel der gesamten europäischen Speicher- und Regasifizierungskapazität und betreibt 7 Regasifizierungsanlagen. Deutschland: null. Das Land, das sich mit Ingenieurskunst brüstete, hat keinen Weg, das per Schiff ankommende Gas einzuleiten.
Dies macht die Iberische Halbinsel zum einzigen Glied, das den Schlag abfedern kann, vorausgesetzt, es gibt Pipelines, um das Gas nach Mitteleuropa zu leiten. Im Norden gibt es bereits Verbindungen; im Süden bleibt die Anbindung an Frankreich die offene Baustelle. Währenddessen strömt Gas massenhaft in Schiffe, die dann verteilt werden müssen.
Der Winter als Countdown
Das Datum, das in allen Analysen wiederkehrt, ist September. Wenn der Krieg weitergeht, kann Moskau den Hahn von heute auf morgen schließen und Berlin vor eine unbequeme Wahl stellen: Häuser heizen oder die Industrie am Laufen halten. Je näher dieses Datum rückt, desto nervöser werden die deutschen politischen Entscheidungsträger.
Die Notfallantwort sind 4 mobile Regasifizierungsanlagen, während die festen gebaut werden, plus holländisches, algerisches und katarisches LNG. All das hilft wenig, wenn der globale Markt für verflüssigtes Gas angespannt ist. Und das Risiko ist real: Ein Problem in Algerien oder Katar reicht aus, um die Verteilung zu belasten.
Russland kollabiert nicht wie versprochen
Während Europa Gastanker zählt, spielt Russland nicht mit der Erzählung mit. Seine Wirtschaft wuchs im ersten Quartal um 3,4%, der Rubel hält stand und die Rohstoffpreise steigen unaufhörlich. Die Sanktionen haben nicht zum Zusammenbruch geführt, den viele im Frühjahr für sicher hielten.
Die unbequeme Lesart ist, dass sich das Spielfeld in den letzten zwanzig Jahren geändert hat und Europa für Moskau nicht mehr unverzichtbar ist: Billiges Öl endet in indischen Raffinerien, und wenn der kostenlose Zuschuss endet, erhöht der Verkäufer den Preis. Wer glaubt, dass Papiergeld über strategischen Ressourcen steht, steuert auf eine Enttäuschung zu.
Und Spanien?
Das spanische Szenario hat seine eigene Bombe: Der Bruch mit Algerien, einem erstklassigen Energiepartner, mitten in den Verhandlungen über die Westsahara. Manche lesen in dieser Spannung einen Nebeneffekt zugunsten Berlins, weil der Druck auf Nord Stream abgelenkt wird. Und eine Warnung, die man nicht aus den Augen verlieren sollte: Wenn das verflüssigte Gas schlecht verteilt wird, sind es nicht die Deutschen, die es zuerst merken.
Mit den Zahlen auf dem Tisch hat Deutschland zwei Auswege, die sich nicht ausschließen: Den Druck aushalten und das Energiemodell umbauen, oder hoffen, dass der Krieg so schnell wie möglich endet. Wahrscheinlich wird es versuchen, beides gleichzeitig zu tun. Wie lange der Druck gehalten werden kann, bevor einer der beiden Wege scheitert, ist heute die unbeantwortete Frage.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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