Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Deutscher Einkaufsmanagerindex fällt auf 38,8 Punkte
Der deutsche Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sinkt auf 38,8 statt der erwarteten 41,0 – ein Niveau wie zuletzt 2009 und 2020. Europas Industriemotor stottert.
Deutschland steht still: PMI im verarbeitenden Gewerbe bei 38,8
Für einen Teil des Threads ist Deutschland nicht nur in der Krise, sondern steht still. Für eine Industrienation ist das fast genauso schlecht, aber deutlich schwerer zu beheben. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Juli fiel auf 38,8, während Analysten mit 41,0 gerechnet hatten. Das Geschäftsklima enttäuschte erneut mit einem schlechteren Wert als im bereits negativen Vormonat. Nur zwei aktuelle Präzedenzfälle werden für solche Daten genannt: 2009, kurz nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers, und 2020, als halb Europa wegen Corona abgeriegelt war. Jeder Wert unter 50 bedeutet Kontraktion; 38,8 spielt in einer anderen Liga.
Das Ende des billigen russischen Gases
Die Übereinstimmung über die Ursache ist groß: Deutschland hat seine Wettbewerbsfähigkeit auf billiges russisches Gas aufgebaut, und dieser Boden ist weg. Die Sprengung der Nord Stream-Pipelines wird in der Analyse als Point of No Return für eine Wette gesehen, die das Land seiner eigenen Energiepolitik aussetzte. Zudem wird argumentiert, dass der Ukraine-Konflikt Inflation in den Westen überträgt und Zinserhöhungen erzwingt, die die Aktivität einfrieren. Dies ist eine geopolitische Lesart, keine bestätigte Tatsache, passt aber zu einer unbequemen Paradoxie: Das Land, das vom günstigsten Gas des Kontinents profitierte, bekommt heute den härtesten Schlag ab, so die Deutung.
Dieselautos, Familienunternehmen und an China verkaufte Häfen
Die zweite Front ist industriell. Die deutsche Wirtschaft lebt vom Verkauf immer teurerer Verbrenner-Autos, und dieses Geschäft zerfällt an beiden Enden: Während chinesische Marken Wartelisten ansammeln, stapeln sich Volkswagen auf Höfen und in Fabriken. Was selten in Schlagzeilen auftaucht, ist der Rest des Gefüges: Ein Netzwerk mittelständischer und familiengeführter Unternehmen, die sogenannten Hidden Champions – Kärcher, Stihl, Würth und viele andere Nischenanbieter mit quasi-monopolistischen Positionen –, die einen Großteil der qualifizierten Beschäftigung in Deutschland tragen. Und es gibt die stille Wende: Laut Thread hat China Hafenkonzessionen gekauft und ist in europäische Infrastruktur investiert, mit Blick auf 2050. Hamburg ist einer der Orte, wo dies bereits gelandet ist.
Was passiert in Spanien, wenn Deutschland abstellt?
Hier wird der Ton düster. Spanien ist kommerziell an Deutschland gebunden und hängt von einer EZB (Europäische Zentralbank) ab, die ihre Politik nach Berlin richtet, nicht nach Madrid. Da der spanische PMI noch über 50 liegt – laut Thread leicht expandierend –, lautet das Argument im Gespräch: Wenn die deutsche Lokomotive stehen bleibt, geht Spanien nicht nur in die Boxengasse: Es fällt ins Koma. Der Zeitplan erhöht den Druck, denn Anpassungen kämen mitten in der Inflationswelle, eine Kombination, die in Spanien laut einem Teilnehmer zuletzt zwischen 1977 und 1983 zu sehen war.
Worauf achten die Märkte, während Deutschland abstellt?
Im Thread wird steigendes Öl beobachtet, mit einem kalkulierten Anstiegsspielraum bis auf 92/96 Dollar, falls die Nachfrage nicht vorher einbricht. Der Euro/Dollar-Wechselkurs notiert bei 1,10755, wobei Positionen auf einen Rückgang bis 1,0695 hindeuten. Der Nasdaq steht laut einem Teilnehmer bei 15.620, kommt aus einer ganzen Woche voller Verluste, und einige erwarten weitere Abschläge.
Der DAX und die unbequeme Frage
Es fehlt das Detail, das die Erzählung bricht: Manche weisen darauf hin, dass die deutsche Börse trotz rezessiver Industriezahlen auf Höchstständen notiert. Andere behaupten, Deutschland werde nie wieder das sein, was es war, weil es keine zyklische Krise durchläuft, sondern einen Paradigmenwechsel: Es verliert seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit, und das lässt sich nicht mit einem schlechten Quartal reparieren. Die Entkopplung von Realwirtschaft und Markt ist genau der Grund, warum niemand wagt, den Tiefpunkt datieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (111 Antworten).
Ein virales Video von 2019 zeigt ein Mädchen, das in Barcelona kostenlose Kekse verteilt, und die Reaktion der Menschen als Metapher für Verhalten ohne Regeln.
Europa hält nur 5 % der weltweiten KI-Rechenkapazität im Vergleich zu den USA mit 75 %. Strategische Abhängigkeiten und Energieengpässe stellen Risiken dar.