Von Valencia nach Lissabon mit einer 50ccm Derbi Variant
Ein Abenteurer, der in den sozialen Medien als «Alopécico» bekannt ist, hat sich auf eine Reise über mehrere hundert Kilometer von seinem Zuhause nach Lissabon begeben – auf einer Derbi Variant, einem Kult-Moped, das für lange Strecken jedoch deutlich zu schwach motorisiert ist. Die in Videos dokumentierte Tour hat Kritik und eine gewisse Nostalgie ausgelöst.
Nach Aussagen von Zeugen erreichte der Reisende die portugiesische Hauptstadt, allerdings nicht ohne Pannen. Er erlitt mehrere Defekte, die nach Meinung der skeptischsten Stimmen mit ein Minimum an Vorsorge hätten vermieden werden können: Er hatte weder Werkzeug noch Ersatzteile dabei, nicht einmal die Fahrzeugpapiere. Außerdem behauptete er, auf der Strecke dreimal dem Tod nahe gewesen zu sein.
Der ständige Motorenlärm – ein Markenzeichen der Zweitakt-Mopeds – und die mangelnde Vorbereitung lösten eine Debatte über die Vernunft solcher Herausforderungen aus. Während manche darin eine Heldentat sehen, wie sie ins Teenageralter gehört, halten andere es für eine Rücksichtslosigkeit, die sich für einen Erwachsenen nicht geziemt. «Manche Dinge macht man mit 14, um sich als Erwachsener nicht lächerlich zu machen», fasste ein Kommentator zusammen.
Fest steht: Die Derbi Variant, ein Ikone der Achtziger, bleibt ein Fahrzeug für kurze Strecken, nicht für die Überquerung Spaniens. Fehlende Ersatzteile und Werkzeug machen jede Panne zu einer Odyssee. Der Reisende hat Durchhaltevermögen bewiesen, aber auch eine Fahrlässigkeit, die schlimmer enden hätte können.
Nun die Frage, die in der Luft bleibt: Ist es wert, sein Leben für eine Herausforderung zu riskieren, die viele als «Dummheit» bezeichnen? Der Protagonist selbst scheint es geschafft zu haben, aber mit den Vorbehalten eines Menschen, der an die Grenze gestoßen ist.
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