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Der spanische Mann und seine freiwillige Unterwerfung: das Schoßhund-Syndrom
Warum viele spanische Männer damit prahlen, ihre Partnerin um Erlaubnis zu bitten: das Punktesystem, die kulturelle Matriarchats-Tradition und Unterwerfung als Stolz.
Warum gibt sich der Durchschnittsspanne gerne als Henne im eigenen Haus?
Kennen Sie das, wenn ein Bekannter sagt "Das muss ich erst meine Frau fragen" und man merkt, dass er es mit Stolz sagt? Das ist keine Klage, sondern ein Glaubensbekenntnis. Das Muster wiederholt sich: Sätze wie "Bei uns regiert sie" oder "Zu Hause wartet die Schimpfmaschine auf mich" kommen mit einem verschwörerischen Lächeln. Das Auffälligste ist nicht die Unterwerfung, sondern dass sie wie ein Reife-Trophäe zur Schau gestellt wird.
Das "Punkte"- oder "Gutschein"-System ist längst ein Klassiker. Manche sprechen von einem "Bier-Gutschein" oder "Fußball-Gutschein": Benimmt sich der Mann die Woche über, sammelt er Guthaben für eine Stunde Feierabendbier mit den Freunden. Ein häuslicher Bewährungsstraf-Regime, das viele ganz selbstverständlich beschreiben. "Ich kann erst nächsten Monat wieder was machen, meine Punkte sind alle verbraucht", hört man bei Treffen.
Hinter dieser Dynamik sehen manche Analysten einen kulturellen Untergrund: Spanien als historisches Matriarchat. Die Figur der allmächtigen Mutter, die Jungfrau Maria, die erste Königin aus eigenem Recht. Aus dieser Sicht hätte der Radikalfeminismus einen natürlichen Nährboden gefunden. Doch die Debatte ist offen: Ist es Tradition oder eine Überlebensstrategie in einer 60-Quadratmeter-Wohnung?
Fest steht: Der Durchschnittsspanne hat eine Rolle verinnerlicht, die andere als demütigend empfinden würden. Und das Schlimmste ist, dass er damit prahlt. Als wäre der Verzicht auf den eigenen Willen ein Zeichen von Zivilisation. Ironien einer Gesellschaft, die Unterwerfung Reife nennt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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