Chinesischer Unternehmer in Spanien rechtfertigt viral Arbeitnehmerausbeutung

Ein chinesischer Unternehmer in Spanien wird viral, weil er Einwanderung als Mittel befürwortet, Spaniern Überstunden zu ersparen. Analyse seiner Aussagen und der Reaktionen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Video, das Einwanderung als Mittel zur Verbilligung spanischer Arbeitskräfte rechtfertigt

Ein umstrittenes Video eines chinesischen Unternehmers, der in den sozialen Medien als "Palillero" bekannt ist, ist viral gegangen, weil er unverblümt seine Strategie erklärt: Einwanderer einzustellen, um spanischen Arbeitnehmern Überstunden zu ersparen. "Wenn du etwas richtig machen willst, mach es selbst", erklärt er – ein klares Bekenntnis gegen die Professionalität der Einheimischen. Die Botschaft ist, so explizit sie ist, nichts Neues: Arbeitsprekarität als Geschäftsmodell.

Die Logik des Unternehmers: weniger Rechte, mehr Gewinn

In dem Video argumentiert der Besitzer eines Restaurants (oder einer Boomer-Diskothek, wie es in den Kommentaren heißt), dass Einwanderung es ihm erlaube, "die Dinge auf seine Art" zu machen, ohne Tarifverträge einhalten oder Zuschläge zahlen zu müssen. Die Reaktion in den sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten: Während manche ihn als Besserwisser-Boomer bezeichnen, weisen andere darauf hin, dass diese Praxis in Branchen wie der Gastronomie an der Tagesordnung ist. Der Satz "Arbeitsausbeutung existiert im Privatsektor nicht, weil die Beziehungen einvernehmlich sind" fasst die zugrunde liegende Ideologie zusammen.

Hassverbrechen oder unternehmerische Freiheit?

Einige Analysen deuten darauf hin, dass die Äußerung als Hassverbrechen gegen Spanier gewertet werden könnte, würde man das Gesetz so auslegen wie bei anderen Gruppen. Die meisten Kommentare konzentrieren sich jedoch auf die Heuchelei eines Systems, das Einwanderung als Mittel zur Senkung der Kosten beklatscht und sich gleichzeitig über den Verlust qualifizierter Fachkräfte beschwert. "Vor ein paar Jahren gab es mehr Fachkräfte", bedauert ein Nutzer – Ausdruck der Nostalgie nach einem Arbeitsmarkt, der nicht mehr existiert.



Was das Video nicht sagt: Folgt man seiner Logik, ist der nächste Schritt die vollständige Verlagerung ins Ausland. Wenn das Problem die spanischen Arbeitskosten sind, liegt die Lösung nicht darin, billigere Arbeitskräfte ins Land zu holen, sondern in Länder zu gehen, wo nicht einmal Löhne gezahlt werden. Aber dann könnte er natürlich die Werbung nicht mehr machen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (12 Antworten).

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