Der Schatz von Recópolis: Echter Fund oder Inszenierung von 1947?

Eine CSIC-Studie behauptet, der Schatz von Recópolis sei 1947 zur Stützung einer Hypothese vergraben worden. Der Streit spaltet die Fachwelt zwischen Revision und…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Schatz von Recópolis: Eine Inszenierung von 1947? Eine CSIC-Studie bringt ihn ins Wanken

Im Juli 2026 erschütterte eine Studie der spanischen Forschungsorganisation CSIC unter der Leitung des Forschers Fernando Arce die Grundfesten der westgotischen Archäologie. Die Schlussfolgerung, von den Autoren als „historiografisches Katastrophen“ bezeichnet, schonte niemanden: Der berühmte Schatz von Recópolis, 1947 vom Archäologen Juan Cabré entdeckt, sei eine Fälschung. Dem Bericht zufolge wurden die Münzen nicht in westgotischer Zeit niedergelegt, sondern von Cabré absichtlich im Baptisterium einer mittelalterlichen Kirche vergraben, die sechs Jahrhunderte später errichtet wurde, um die Hypothese zu stützen, dass sich dort das legendäre Recópolis befand. Die ursprüngliche Stratigraphie, so die Studie, passe nicht zur Westgotenzeit.

Die Beweise, die die Experten spalten

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Während manche die Überprüfung der offiziellen Darstellung begrüßen —gestützt auf Videos von Isaac Moreno Gallo, die bereits auf eine umayyadische statt westgotische Chronologie hindeuteten—, werfen andere Arce Parteilichkeit vor. „Er versucht seit Jahren zu beweisen, dass die Westgoten nichts bauen konnten; für ihn ist alles sarracinisch“, lautet das Argument. Der Forscher hält jedoch daran fest, dass das Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert stammt — ein Typologie, die nach Aussage seiner Kritiker für dieses Datum keine bekannten Parallelen auf der Iberischen Halbinsel hat: Baptisterien wurden gerade in westgotischer Zeit nicht mehr errichtet.

Was auf dem Spiel steht

Über den kleinen Schatz hinaus —der, wie ein Analyst anmerkt, „nicht daran ändert, ob es Recópolis war oder nicht“—, berührt die Debatte unmittelbar die Zuverlässigkeit eines der Schlüsselstücke der westgotischen Archäologie. Die Kontroverse hat Medien wie EuropeSays und En Castilla-La Mancha erreicht, und bisher gibt es keinen Konsens. Während die CSIC ihre Revision verteidigt, verlangen die Verfechter der Echtheit „solide Beweise“ und verweisen auf frühere Datierungen, die den westgotischen Ursprung belegen. Die verblüffende Frage: Wenn das Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert stammt, wo sind die architektonischen Parallelen? Das Fehlen vergleichbarer Beispiele lässt die Frage offen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).

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