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Der Rock der 2000er war der letzte gemeinsame Soundtrack
The Strokes, Queens of the Stone Age, Arctic Monkeys: Der Rock der 2000er war vielfältig und geteilt. Warum gibt es heute keinen gemeinsamen Soundtrack mehr? Nostalgie und…
Der Rock der 2000er war der letzte gemeinsame Soundtrack
Das Label „Rock der 2000er“ klingt nach Klischee, verbirgt aber ein Jahrzehnt, das vielfältiger war, als die Nostalgie zugeben möchte. The Strokes, The White Stripes, Queens of the Stone Age, System of a Down, Linkin Park, Muse, Arctic Monkeys, Interpol und Franz Ferdinand zeichneten eine Landkarte, die vom Garage-Rock bis zum Metal reichte, von Pop bis zur Experimentalmusik. Alben wie „Is This It“, „Songs for the Deaf“, „Toxicity“ oder „Whatever People Say I Am, That's What I'm Not“ prägten eine ganze Generation.
Der Schlüssel lag nicht nur in der Musik, sondern im Verstärker. Radio, MTV und die Plattenfirmen bündelten die Aufmerksamkeit auf ein kleines angloamerikanisches Repertoire. So entstand ein gemeinsames Erlebnis: Zwei Menschen in verschiedenen Städten hörten dieselben Neuerscheinungen. Heute hat das Streaming den Konsum in Millionen von Nischen zersplittert. Man kann sich in eine englischsprachige Rock-Blase einschließen, mit mehr Katalog als je zuvor, aber der gemeinsame Soundtrack ist verklungen.
Die Nostalgie wirkt wie ein Sieb: Wir erinnern uns an die Hits und vergessen den Füllstoff. Wahrscheinlich entsteht heute genauso gute Musik, doch ohne das damalige einzige Schaufenster ist das kollektive Gefühl kaum zu reproduzieren. Die Frage ist, ob die Fragmentierung ein fairer Preis für die Fülle ist oder ob wir etwas Unwiederbringliches verloren haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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