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The Rolling Stones: die Band, die alle respektieren, aber keiner als Lieblingsband nennt
The Rolling Stones landen in jeder Top-10-Liste, doch kaum jemand nennt sie als Lieblingsband: das Paradox eines einmütigen Respekts, der nie zur Leidenschaft wird.
Warum niemand sagt, dass The Rolling Stones seine Lieblingsband sind
Es gibt Bands, die man an ihren Kritikern misst, und andere, die man an ihren Fans misst. The Rolling Stones gehören zu einer dritten, unbequemen und selten begangenen Kategorie: dem universellen Respekt, der niemals zur Verehrung wird. Jeder Rockfan hat sie gehört, platziert sie in jeder historischen Top-Liste und kann kaum weniger als zehn ihrer Songs mitgrölen. Doch wenn es darum geht, einen Favoriten zu wählen, nennt fast niemand ihren Namen.
Eine Konsensband, die niemand auf Platz eins setzt
Das Phänomen hat seine Logik. Die Stones belegen in jeder Kategorie den Platz einer soliden Zwei: weder die besten Songwriter, noch die beste Stimme, noch die beste Live-Band, sondern eine Balance, die wenige Formationen sechs Jahrzehnte lang halten. Der häufigste Vergleich stammt aus dem Fußball — Mick Jagger wäre der Spieler, der in nichts eine 10 ist, aber in allem eine 7. Dieses Profil erzeugt Bewunderung, keine Leidenschaft. Und ohne Leidenschaft gibt es kein Trikot, kein Poster, keine Favoritenliste.
Von Beatles gegen Stones zu den Pink-Floyd-Snobs
Es gab eine Zeit, in der man sich als Fan über Lager definierte. Zuerst hieß es Beatles gegen Stones, und das Alter war entscheidend: Der kreative Höhepunkt der Band liegt in den 70er- und 80er-Jahren. Danach kam die nächste Dichotomie: Stones oder Led Zeppelin. Parallel entstand eine Tribe, die in dieser Liga nicht mitspielte: Pink Floyd, Bob Dylan oder Janis Joplin — Zuflucht für alle, die Anspruch dem Hit vorzogen. Es gab sogar eine Zeit, in der es Mode war, sie geringschätzig zu behandeln; heute ist diese Pose verflacht.
Der 80-jährige Showman, der seine Rivalen überlebte
Wo die Stones wirklich haushoch gewinnen, ist die Langlebigkeit. Jagger hatte nie eine gewaltige Stimme, und genau deshalb hat er durchgehalten: Während die Sänger von Bon Jovi, Mötley Crüe, Whitesnake oder Guns N' Roses den Zahn der Zeit unheilbar zu spüren bekamen, steht er mit 80 noch auf der Bühne. Er selbst bezeichnet sich als Showman, nicht als Musiker — und genau da wird seine Figur schwer anfechtbar.
Wie viele Menschen würden, gezwungen, für den Rest ihres Lebens eine einzige Band zu wählen, wirklich auf die Stones setzen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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