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Der Pate Teil II kehrt ins spanische La 2 zurück und entfacht den Streit neu
Der Pate Teil II läuft im spanischen Sender La 2 und belebt die klassische Debatte neu: Viele Cineasten halten den zweiten Teil für besser als den ersten, und offene Handlungsfragen bleiben.
Der Pate Teil II auf La 2: die Fortsetzung, die viele über das Original stellen
Es gibt ein wiederkehrendes Paradox im klassischen Kino: Der Film, den ein Großteil der Kritik auf den Thron der Filmgeschichte setzt, läuft gratis im Fernsehen, während seine treuesten Fans ihn in remasterten DVDs horten. Der zweite Teil von Der Pate kehrt auf La 2 zurück, kaum unterbrochen von Werbepausen, und öffnet eine Diskussion neu, die nie alt wird: Übertrifft die Fortsetzung das Original? Sobald jemand die Frage laut ausspricht, wird daraus ein Streit.
Warum Teil II als besser gilt als Teil I
Das Argument, das die meisten Anhänger findet, ist strukturell. Der erste Teil ist ein sehr guter Film, räumt man ein, aber der zweite leistet etwas Komplexeres: Er erzählt zwei Geschichten gleichzeitig — Michaels Aufstieg und den jungen Vito — und hält beide im Gleichgewicht, harmonisch, ohne dass eine die andere zerstört. Diese Balance gilt als der Qualitätssprung.
Auch die emotionale Last wiegt schwer. Der Zuschauer hat bereits Zuneigung zu Figuren gefasst, die hier in jeder Hinsicht härter werden: die Spannungen mit Kate, der Verlust des Sohnes, Fredos Verrat. Der Film hört auf, nur eine Gangstergeschichte zu sein, und wird zur Familientragödie. Es gibt eine Aufschlüsselung konkreter Szenen — der Abschnitt über Vitos Jugend, die Abrechnung mit Fanucci —, die besser erzählt als zusammengefasst funktioniert; dort liegt die Kluft zwischen denen, die sich an den Film erinnern, und denen, die ihn Einstellung für Einstellung zerlegt haben.
Die Handlungsfragen, die niemand ganz klärt
Auch nach mehrmaligem Ansehen bleiben manche Knoten ungelöst. Der meistgenannte: Warum sagt man Pentangeli, man komme im Auftrag Michaels, wenn Michael offenbar nichts befohlen hat? Die kursierende Erklärung verweist auf das Kommunionfest, bei dem Pentangeli verlangt, die Brüder Rosatto zu töten, und Michael sich weigert, weil er ein offenes Geschäft mit Hyman Roth hat, der die Brüder wiederum schützt. Daher deutet Pentangeli den Angriff als Befehl Michaels selbst.
Eine andere Lesart besagt, dass die anderen Familien Pentangeli gegen Michael aufbringen wollen. Und für den wahren Ursprung des Attentats gibt es einen solideren Hinweis: In Kuba, in der Lokalität, die sie besuchen, redet Fredo über den Mund. Er erwähnt vor Michaels Ohren, dass Hyman Roth dort nicht verkehrt, obwohl Roth und Johnny Ola sich kurz zuvor so getan hatten, als würden sie sich nicht kennen. Dieser Ausrutscher legt die Lunte. Niemand schließt den Kreis ganz, und vielleicht deshalb hält der Film das Wiedersehen aus.
Von Coppolas Kino zur deutschen Schule
Das Gespräch bleibt nicht bei Corleone. Von Der Pate springt es zur Dollar-Trilogie, zu Taxi Driver und zur alten mitteleuropäischen Schule: Metropolis, Nosferatu und die Figur Fritz Langs, der kompromisslos als Großer gefeiert wird. Das Programm wird abgerundet durch den unbequemsten Film der deutschen Schule, jene Art, die einen wie Nekromantik ein paar Wochen mitnimmt und trotzdem weiter ruft.
Am Montag folgt Teil III, das Urteil bleibt offen
Das Programm geht weiter, der dritte Teil steht für den folgenden Montag an. Und da kehrt das Staunen zurück: Es ist nicht zu verstehen, warum er so verachtet wird. Die Verteidigung ist nicht einstimmig, aber sie trägt mit derselben Logik wie das Plädoyer fürs Wiedersehen: Die Saga genießt man ganz oder gar nicht. Unterdessen zieht sich die Vorstellung bis vier Uhr morgens mit einer Handvoll Werbespots, denn im öffentlich-rechtlichen Sender findet klassisches Kino fast ohne Werbung Platz.
Hält Teil II den Thron, den ihm viele überlassen, oder ist es die selektive Erinnerung, die die Nähte des ersten Teils allmählich geglättet hat?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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