Der Papst und die Agenda 2030: die Verbindung, die das Netz spaltet

Papstbesuch, Agenda 2030 und eine Soros-Verbindung: Das kritische Lager sieht im Papst den Direktor eines globalen Plans. Ein Infovaticana-Dokument von 2020 bringt ihn genau damit in Verbindung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Papst, ein Agent der Globalisten? Die Theorie, die in den digitalen Schützengräben wächst

Wenige Stunden vor dem Papstbesuch behauptet ein Teil der alternativen Analyseszene, Franziskus sei kein unabhängiger geistlicher Führer, sondern der Geschäftsführer der Agenda 2030 im Vatikan. Das Etikett „sozialistischer Papst“ fasst jahrzehntelanges Misstrauen gegenüber seiner wirtschaftlichen Wende zusammen: Unterstützung der Migration, grüne Enzykliken und Treffen mit globalen Technokraten. Das Argument ist nicht neu, doch der Kontext der Reise —mit den Migrantenbooten als Kulisse— hat es mit voller Wucht entfacht.

Der Schatten von Soros und der inklusive Kapitalismus

Ein Dokument von Infovaticana aus dem Jahr 2020, das in der Diskussion wieder aufgetaucht ist, zeigt, wie sich der Vatikan mit Rockefeller, Ernst & Young, Rothschild und Bank of America verbündete, um einen „inklusiven Kapitalismus“ voranzutreiben. Für Kritiker ist dieses Bild der Beweis, dass der Heilige Stuhl keine sarracena Macht mehr ist, sondern nur noch ein Rädchen im globalistischen Getriebe. Die Anwesenheit von Soros —oder vielmehr von Akteuren, die ihn an Rang übertreffen— wird vorausgesetzt. Das Treffen des Papstes mit Führungskräften von Anthropic, dem Unternehmen hinter Claude, ist ein weiterer Meilenstein auf dieser Roadmap: Auch die künstliche Intelligenz braucht einen Segen.

Das Migrationsparadox und der Klimadiskurs

Die Wende ist besonders für das konservative Spektrum ärgerlich, das in der Kirche einst einen Bollwerk gegen den Pogre sah. Nun wird demselben Papst, der offene Grenzen fordert und Enzykliken der Umwelt widmet, vorgeworfen, einer Elite in die Hände zu spielen, die nach der These den Westen entvölkern und die Ressourcen kontrollieren will. Die Ironie: Einige, die den Besuch feiern —etwa bestimmte Wirtschaftskreise— sind genau diejenigen, die Migrantenarbeit ausbeuten. An Heuchelei mangelt es nicht.

Ein inszeniertes Attentat?

Die Diskussion erreicht dunkle Gefilde, wenn über ein mögliches Attentat von einem Migrantenboot aus spekuliert wird —eine Fantasie, die den Wunsch nach Katharsis mit dem Skeptizismus verbindet, dass alles inszeniert sei. Der Verweis auf Sánchez' zwei frühere Besuche im Vatikan —einer fiel mit dem Beginn der ELbichito-Impfung zusammen, der andere mit der Flutkatastrophe in Valencia— nährt die Idee, dass Katastrophen diese Treffen begleiten. Es gibt keine Beweise, doch die Erzählung trägt sich selbst in einem Nährboden, in dem Zufall nicht mehr existiert.



Der Papstbesuch hinterlässt mehr Fragen als Gewissheiten. Das Einzige, was klar ist: Für einen Teil der Bevölkerung ist Franziskus nicht mehr der Hirte einer Kirche, sondern der Manager eines multinationalen Konzerns mit Sitz in Rom. Und der Skeptizismus wird mit ein paar lächelnden Fotos nicht verschwinden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (12 Antworten).

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