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Der Kulturkampf erreicht die deutsche Grünen-Partei
Ein Foto der Bundestagsabgeordneten der deutschen Grünen befeuert den europäischen Kulturkampf über Geschlecht und Identität. Eine ausführliche Analyse.
Das Foto der grünen Abgeordneten, das den Kulturkampf in Deutschland neu entfacht
Was steckt hinter dem Skandal um das Bild der Frauen der deutschen Grünen-Partei? Die Veröffentlichung eines Gruppenporträts ihrer Abgeordneten hat in spanischsprachigen sozialen Medien eine Flut von Kommentaren ausgelöst, die von politischer Satire bis zu direkten Beleidigungen reichen. Im Mittelpunkt stehen nicht parlamentarische Maßnahmen: Die Diskussion dreht sich um das Aussehen der Abgebildeten und darum, wie sehr sie dem traditionellen Bild der „Frau" entsprechen. Willkommen im europäischen Kulturkampf, einmal mehr.
Identitätspolitik als Minenfeld
Viele sehen in diesen Bildern die Bestätigung einer Wende der Partei hin zur Identitätspolitik. Die Partei hat Geschlechtervielfalt zu einem ihrer Aushängeschilder gemacht, mit Funktionären, die sich außerhalb der traditionellen Binärität verorten. Das stößt bei einem Teil der Wählerschaft auf Ablehnung, die darin ein ideologisches Experiment sieht, losgelöst von der Biologie. Jedes öffentliche Foto wird zum Minenfeld: Was für die einen Inklusion ist, ist für die anderen Karikatur.
Vom Antifranquismus zum Globalismus: die grüne Metamorphose
Auch die Geschichte der Partei kam in der Diskussion zur Sprache. Als ökologische Kraft nach dem Fall der Mauer entstanden, ging sie bald Koalitionen mit den Christdemokraten und später mit den Sozialdemokraten ein. Diese Metamorphose — manche nennen sie „die Transformers-Partei" — zusammen mit ihrer Wendung zu globalistischen Politiken nährt die These, dass die Partei den Kurs verloren hat. Der Witz über die „Plug-in-Hybride" fehlte nicht, der in zwei Worten die Mischung aus Klimadiskurs und Identitätsdebatte auf den Punkt brachte.
Die Kluft, die sich nicht schließt
Die Viralität dieser Bilder zeigt eine gesellschaftliche Spaltung, die über den billigen Witz hinausgeht. Auf der einen Seite diejenigen, die die Diversitätsagenda begrüßen und darin einen Fortschritt sehen; auf der anderen Seite diejenigen, die finden, dass die grünen Eliten den Kontakt zum Durchschnittsbürger verloren haben. Deutschland dient einmal mehr als Laboratorium für den Rest des Westens. Und das Foto, das alles ausgelöst hat, hat gerade erst begonnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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