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Debatte: Wer würde zuerst nach Ceuta und Melilla gehen?
Ein Forumsnutzer schlägt vor, zuerst VOX- und PP-Führer sowie Wähler zur Verteidigung von Ceuta und Melilla zu schicken; andere antworten, das Militär solle vorangehen, und kritisieren die…
Debatte: Wer würde zuerst nach Ceuta und Melilla gehen?
Die erste Verteidigungslinie von Ceuta und Melilla würde nicht aus Soldaten bestehen. In dem Szenario, mit dem diese Diskussion eröffnet wird, wäre der Kanonenfutter eine Treppe patriotischer Verantwortung: zuerst die VOX-Führer, dann ihre Mitglieder, dann ihre Wähler; anschließend die Spitze der PP (Spaniens größte konservative Partei), ihre Mitglieder und ihre Sympathisanten. Nur wenn alle gefallen wären, würde man den König und das Militär fragen, ob sie Lust hätten, dort zu sterben. Die Provokation hat einen ernsten Hintergrund: Wer zahlt den menschlichen Preis, wenn kriegstreibende Rhetorik zur realen Pflicht wird?
Die Herausforderung nahm bald eine Wendung. Die am häufigsten wiederholte Antwort kehrt die Reihenfolge um und stellt das Militär an die Spitze, mit Politikern und Wählern beider Lager dahinter. Manche schlagen vor, zuerst sozialistische Wähler zu schicken, bewaffnet mit Präsentationen über die Klimaagenda, andere schlagen direkt vor, die Migrantenbevölkerung als Vorhut zum Räumen von Minenfeldern einzusetzen. Dazwischen ein Argument, das den Ton mäßigt: Die einfachen Bürger sind nicht diejenigen, die einen Krieg entscheiden.
Zuerst das Militär, dann die Verräter
Die Strömung, die in der Conversation die meisten Unterstützer findet, stellt die Streitkräfte an die Front und verschiebt die politische Abrechnung auf die Zeit nach dem Sieg. Nach dieser Logik hätte jeder, der sich auf die Seite des Nachbarlands gestellt hätte, mit Strafe zu rechnen: Erschießung oder, in der milderen Version, der Verlust jeder öffentlichen Bezüge, ob Rente oder Beamtengehalt. Die Härte des Ansatzes verdeckt nicht sein praktisches Problem: Er erfordert eine juristische Definition von Verrat mitten im Konflikt.
Demgegenüber vertritt eine andere Linie die Auffassung, dass ein Krieg mit Marokko um die beiden autonomen Städte eher eine strategische Torheit wäre als eine Frage des Patriotismus. Das verwendete Argument ist technischer Natur: Das Nachbarland verfüge bereits über Drohnen, die den Süden der Halbinsel erreichen könnten. Wenn das stimmt, läge die Front nicht an der Straße von Gibraltar, sondern an der andalusischen Küste, und die Frage, wer zuerst geht, verliert ihren Sinn.
Ceuta und Melilla: Verteidigungsfähiges Gebiet?
Der unbequemste Punkt des ursprünglichen Szenarios ist der am wenigsten diskutierte: die militärische Machbarkeit beider Enklaven. Es wird behauptet, dass sie schwer zu verteidigen sind und dass im Konfliktfall eine Rückkehr per See oder Luft kompliziert wäre. Daraus entsteht der einzige Vorschlag, der die Treppenlogik durchbricht: die kleinen politischen Gruppen und ihre Sympathisanten auf der Halbinsel zu lassen, damit sie das Festland verteidigen, statt sie in eine Falle zu schicken.
Die Conversation driftet zum Wer statt zum Wie. Es wird angedeutet, dass weder die Führer noch die Wähler der kriegstreibsten Parteien freiwillig gehen würden; dass sie vierzig Kilometer von der Front bleiben und anfeuern würden. Und ein häusliches Detail schleicht sich ein: Wenn die regularisierte Migrantenbevölkerung etwas zu ihrer neuen Heimat beitragen müsste, wäre das der Moment.
Die fünfte Kolonne und die öffentliche Ordnung
Ein weiterer Ableger des ursprünglichen Szenarios zeigt nach innen: Während das Militär im Ausland kämpfte, würden Polizei und Guardia Civil (Spaniens paramilitärische Polizeieinheit) die fünfte Kolonne überwachen, mit bewaffneten Bürgerpatrouillen in Reserve. Es ist die Version des totalen Krieges, in der der Feind nicht nur auf der anderen Seite der Grenze steht. Die Grundidee ist, dass ein solcher Konflikt nicht nur an der Front gewonnen wird.
Der klarste Abschluss spricht nicht von Listen. Er spricht von Kosten. Jedes Kriegsszenario mit Marokko um Ceuta und Melilla erfordert, vorher zu entscheiden, wie viele Menschenleben man zu verlieren bereit ist – und wofür. Keiner der in dieser Diskussion vorgebrachten Vorschläge beantwortet diese Frage. Auch der offizielle Diskurs tut es nicht, der es vorzieht, der Sache keine Zahl zu geben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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