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David Cantero und das echte Sparpotenzial des Reisens mit dem Wohnmobil mit 65
Ein Wohnmobil von 2007, seine Unterhaltung und die Frage, wie viele Hotelnächte es abdeckt: die Debatte darüber, ob Reisen mit dem Wohnmobil mit 65 wirklich spart
Wohnmobil gegen Hotel: Die Rechnung geht nicht immer auf
David Cantero steht seit über vier Jahrzehnten vor der Kamera. Mit 65 Jahren hat der in Madrid geborene Moderator — ein bekanntes Gesicht der Nachrichtensendungen bei TVE und Mediaset — das Wohnmobil zu seinem Urlaubsrefuge gemacht: über die Pyrenäen fahren, schlafen, wo es gerade geht, und sich das Hotel sparen. Er erzählt es als Entdeckung. Andere erzählen es als Blechdose auf Rädern. Die eigentliche Frage lautet: Ist das Freiheit oder eine elegante Form des Gürtelanziehens?
Die Rechnung, die die Ersparnis des Wohnmobils entkräftet
Der Kern der Sache ist eine Rechnung: Wie viele Hotelnächte decken der Preis eines Wohnmobils von 2007 samt Instandsetzung und Unterhaltung im ersten Jahr? Laut ausgesprochen gibt die Antwort nichts her, mit dem man angeben könnte. Ein altes Wohnmobil ist nicht nur der Kauf: Es sind der ITV-TÜV, der Motor, die Reifen, jede Panne unterwegs. Wer das Hotel verteidigt, spricht nicht von Luxus, sondern von Arithmetik.
Auf der anderen Seite steht ein vernünftiges Argument: Ein Freizeitfahrzeug nach Kosten pro Nacht zu beurteilen ist verkürzt, und an dem Ort aufzuwachen, den man selbst gewählt hat, ist nicht dasselbe wie in einem Hotelzimmer zu schlafen. Das Problem ist, dass dieses Argument, konsequent zu Ende gedacht, jeden beliebigen Ausgaben rechtfertigt.
«Wohnmobil-Snobismus»: Das Etikett, das den Konflikt auf den Punkt bringt
Daraus ergibt sich der Begriff, der der ganzen Angelegenheit schließlich ihren Namen gegeben hat. Der «Wohnmobil-Snobismus» — wörtlich «Wohnwagen-Rassismus» — bezeichnet in seiner wörtlichsten Form den verächtlichen Blick, dem trifft, wer im Wohnmobil Urlaub macht und auf das Hotel verzichtet. Das Etikett ist überzogen — das mit echtem Rassismus zu vergleichen, klingt schief —, aber es trifft eine echte Spannung: die Ablehnung eines Lebensstils, der nicht ins Bild des Urlaubserfolgs passt.
Dahinter steht eine breitere Debatte über die Autokultur in Spanien. Hier, so das Argument, spaltet sich das Auto in zwei: der Gebrauchswagen, mit dem man zur Arbeit fährt, und das Statussymbol — die schwarzen, grauen und weißen SUVs, die vor dem Schultor parken. Der Weg des Fahrzeugs als Freizeitwerkzeug, in anderen Ländern völlig normal, klingt hier schlicht nach prekären Verhältnissen.
Ein TV-Veteran im Visier
Dass der Protagonist ein bekanntes Gesicht ist, liefert die noch fehlende Zutat. Cantero blickt auf vierzig Jahre Fernsehen und eine zuletzt umstrittene Phase zurück: Seine Kritiker werfen ihm seine Rolle während der Impfkampagne vor, als er, so ihr Vorwurf, auf dem Bildschirm besonders kompromisslos auftrat. Von dort zur persönlichen Abrechnung ist es nur ein Schritt, und in den sozialen Medien wurde er ohne Zügel getan.
Auffällig ist nicht, dass ein 65-jähriger Moderator mit dem Wohnmobil reist. Auffällig ist, dass das als Verrat an der Rolle gelesen wird, als ob ein Fernsehgehalt verpflichten würde, es in Fünf-Sterne-Hotels auszugeben.
Die ganze Familie auf sechs Quadratmetern und es Freiheit nennen. Das ist das Bild, das hängen bleibt. Und merkwürdigerweise hat bislang niemand die tatsächliche Rechnung für das erste Wohnmobil-Jahr vorgelegt. Diese Zahl, die die Diskussion beenden würde, fehlt weiterhin.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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