Zufall oder Augenzwinkern? Die Signale von 'La que se avecina' an eine Online-Wirtschaftscommunity
Stecken die Drehbuchautoren von 'La que se avecina', einer beliebten spanischen Comedy-Serie, absichtlich Anspielungen auf ein bekanntes Online-Forum zum Wohnungsmarkt in die Folgen? Eine Filmszene aus der neuesten Episode löste die Debatte aus: Ein Bild im Set zeigt deutlich die Buchstaben "I", "R" und einen Strich – für manche kein Zufall. Weitere Details, etwa die Erwähnung des Spitznamens "tochovista", nähren die Theorie. Die einen sehen darin eine Hommage, die anderen die Einbildung besonders aufmerksamer Zuschauer.
Die Hinweise, die die Theorie befeuern
Eine Diskussion, die im Netz kursiert, behauptet, das sei nicht der erste Hinweis. In früheren Staffeln wurden bereits Elemente entdeckt, die an Begriffe aus der Immobilienanalyse erinnern: Zwangsvollstreckungsbescheide, Bezüge zur EZB oder sogar ein Foto von Trichet, das zur Zielscheibe umfunktioniert wurde. Die Serie, bekannt für ihren Alltags Humor, könnte Easter Eggs für ein sehr spezielles Publikum einbauen. Manche fordern sogar einen Auftritt des großen "tochovista" – ein Spitzname, mit dem in bestimmten Kreisen diejenigen bezeichnet werden, die das Platzen der Immobilienblase vorhergesagt hatten.
Zufall oder Marketingstrategie
Manche halten alles für puren Zufall oder höchstens für das Werk eines Szenenbildners, der ebendiese Online-Community verfolgt. Doch die Wiederholung angeblicher Signale lässt Zweifel aufkommen. Kritiker wiederum meinen, die Suche nach Anspielungen in einzelnen Filmszenen sei wie Wolkenbilder deuten: Früher oder später findet man, was man sehen will.
Das Kuriose daran: Falls es stimmt, würden die Autoren bessere Feldforschung betreiben als das spanische Statistikamt (INE). Oder es ist einfach die Hitze des Augusts. Aber falls jemand eine Filmszene mit dem Wort "Euribor" findet: Bitte Bescheid geben.
Verwandte Diskussionen im Forum