Das Ibiza-Paradox: Sich verausgaben garantiert kein Zuhause

Auf Ibiza kann man 5.000 € im Monat verdienen, doch eine Wohnung kostet 400.000 €. Wollen junge Leute nicht arbeiten, oder reicht Arbeit einfach nicht mehr?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

5.000 € im Monat verdienen, aber im Auto schlafen? Das Ibiza-Paradox

In der Hochsaison auf Ibiza werden Gehälter von 4.000 bis 5.000 Euro monatlich für harte Arbeit geboten. Trotzdem stehen die jungen Leute nicht Schlange für die Fähre. Der Grund ist einfach: Wohnraum auf der Insel kostet über 400.000 Euro, und selbst bei gutem Verdienst frisst der Lebensunterhalt alles auf. Die Debatte über Arbeitsethik und bezahlbaren Wohnraum ist zurück auf der Bühne.

Das Argument, die jüngere Generation wolle sich nicht opfern, prallt an der Realität der Preise ab. Ein Beamter, der auf den Balearen 3.000 Euro verdient, kann die Stelle ablehnen, weil sie sich schlicht nicht rechnet. Wer lieber nicht im Auto wohnt, während er 14 Stunden täglich arbeitet, kann man schwer als faul bezeichnen.

Die Kehrseite der Medaille: Wer behauptet, extreme Anstrengung lohne sich doch. Das bedeutet aber, monatelang auf jedes Sozialleben zu verzichten. Wie sehr lohnt es sich, eine Saison auf Ibiza durchzuziehen, um danach keine Hypothek bedienen zu können? Auch die Steuerlast hilft nicht: Die halbe Arbeitszeit geht für Steuern drauf.

Solange die Immobilienpreise weiter steigen und die Reallöhne stagnieren, geht die Rechnung nicht auf. Das Dilemma bleibt offen: Wollen junge Leute nicht arbeiten, oder reicht Arbeiten einfach nicht mehr aus?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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