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Das Ende des Westens: Welches Bild wird es prägen?
Ein einziges Symbol für den Niedergang des Westens zu wählen ist ein unbequemes Unterfangen. Die Debatte zeigt: Die aktuelle Krise hat kein einzelnes Icon, die Realität hat die...
Das Ende des Westens: Welches Bild wird es prägen?
Ein einziges ikonisches Bild zu wählen, das künftig den Untergang einer Zivilisation zusammenfasst, ist ein ebenso literarisches wie unbequemes Unterfangen. Die Debatte, so kurz sie ist, deutet auf eine zwangsläufig umstrittene Auswahl hin: Jedes Symbol trägt eine andere Deutung des Niedergangs in sich.
Bewusst werden die abgedroschensten Klischees vermieden — der Fall der Mauer, die Twin Towers —, denn die heutige Krise ist diffus, fast systemisch. Ein Beitrag zur Diskussion legt nahe, dass es kein einziges prägendes Icon gibt: Was das Ende des Westens definiert, ist gerade der Verlust einer zusammenhaltenden Erzählung. „Die Realität übertrifft immer die Fiktion“, heißt es dort, mit dem Hinweis, dass die realen Ereignisse jede frühere Satire oder Dystopie überholt haben.
Die Erwähnung von „Es gibt keine Spanier, die nicht ethnisch sind“ eröffnet eine Reflexion über Identität und Vermischung als Merkmale einer Gesellschaft, die nicht mehr an Reinheit glaubt. Der Westen verschwindet nicht durch eine äußere Invasion, sondern durch die innere Auflösung seiner eigenen Gründungsmythen.
Am Ende zählt das gewählte Bild weniger als die Tatsache, dass wir überhaupt eines suchen. Das ist vielleicht das eigentliche Symptom des Endes.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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