Das Ende der SAREB bringt den Kampf ihrer 274 Beschäftigten ans Licht

Die spanische SAREB wird abgewickelt, und ihre 274 Beschäftigten fordern vor Gericht eine Versetzung. Das Versprechen der Nullkosten kollidiert mit der Realität der Liquidation.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Untergang der Bad Bank: 274 Beschäftigte kämpfen um einen Ausweg

Die Sociedad de Gestión de Activos Procedentes de la Reestructuración Bancaria (SAREB), die sogenannte spanische Bad Bank, steht vor ihrer endgültigen Abwicklung. Damit rückt der Moment näher, in dem mit ihren 274 Beschäftigten abgerechnet wird, die einen Rechtsstreit begonnen haben, um eine Entlassung ohne Versetzung zu verhindern. Ihr Argument: Sie auf die Straße zu setzen wäre eine Verschwendung öffentlicher Mittel, nach Jahren der Verwaltung der toxischen Assets aus der Finanzkrise.

Kurz nach der Ankündigung des Endes der Gesellschaft begannen die Beschäftigten, sich um eine Anstellung in anderen öffentlichen Einrichtungen zu bemühen. Der Streit war absehbar: Seit ihrer Gründung hatte die SAREB ein Ablaufdatum, und ihre Beschäftigten wussten es. Doch das politische Versprechen, dass sie den Steuerzahler keinen Euro kosten würde, kollidiert nun mit den Abfindungen und möglichen Versetzungen, die vor Gericht verhandelt werden.

Ein toxisches Erbe für die öffentliche Hand

Die Debatte über die tatsächlichen Kosten der SAREB flammt mit voller Kraft wieder auf. Bei ihrer Gründung 2012 wurde versichert, sie werde sich selbst tragen und keine öffentlichen Gelder benötigen. Doch die Realität war hartnäckig: Die Immobilienassets wurden nur langsam und mit Verlusten verkauft. Nun fordern die 274 Beschäftigten mit der Schließung, von der Verwaltung übernommen zu werden, was Kritik derjenigen auslöst, die darin eine neue Sinecure sehen.

Manche halten dagegen, dass diese Beschäftigten für eine befristete Aufgabe eingestellt wurden und die Konsequenzen tragen müssen. Andere weisen darauf hin, dass es logisch ist, dass sie nicht einfach auf der Straße landen, wenn der Staat eine Bad Bank ein Jahrzehnt lang unterhält. Die Justiz wird das letzte Wort haben, doch der Steuerzahler fürchtet bereits, dass die Schlussrechnung höher ausfällt als versprochen.

Das Dilemma der Assets: Und was jetzt?

Während die Beschäftigten über ihre Zukunft verhandeln, bleibt das eigentliche Problem der gewaltige Bestand an Immobilien und faulen Krediten, den die SAREB noch besitzt. Mit der Abwicklung müssen diese Assets auf eine andere Gesellschaft übertragen werden, weshalb sogar die Gründung einer neuen Bad Bank zu ihrer Verwaltung ins Spiel gebracht wurde. Eine Ironie, die niemandem entgeht: die SAREB schließen, um eine andere zu eröffnen.

Im Hintergrund steht die Frage, die nie ganz beantwortet wird: Was hat die Bereinigung des spanischen Finanzsystems den Steuerzahler wirklich gekostet? Die offiziellen Zahlen schönen die Bilanz, doch die Daten deuten darauf hin, dass der endgültige Aufwand weit höher ausfallen wird als geplant. Und die 274 Beschäftigten sind nur die Spitze des Eisbergs eines Erbes, das weiterhin schwer lastet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (61 Antworten).

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