DANA in Spanien: Warnungen deaktivierbar? Schulen geschlossen

Die DANA löste eine rote Alarmstufe aus, schloss Schulen und sandte Handynachrichten, die viele Nutzer nicht abbestellen können. Der Regen kam jedoch verspätet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

DANA in Spanien: Warnungen deaktivierbar? Schulen geschlossen
Warnungen, die viele Nutzer nicht abschalten können, und eine DANA, die noch nicht eingetroffen ist

Die DANA erreichte die Smartphones schneller als den Himmel. Zivilschutzwarnungen gingen bereits am frühen Morgen ein und führten zu roter Alarmstufe, Schulschließungen und behördlichen Stilllegungen in der Region Valencia. Am Nachmittag war die Bilanz eher durch Benachrichtigungen als durch Niederschläge geprägt: Manche berichten, dass zwölf Stunden nach der ersten Warnung kein einziger Tropfen gefallen sei. Das Risiko ist real, doch die Frage lautet anders. Wenn bei jedem Ereignis eine Warnung ausgelöst wird, informiert sie dann oder stört sie nur?

Warum können viele Nutzer die Zivilschutzwarnungen nicht deaktivieren?

Wie mehrere Teilnehmer berichten, wurde das System für Massenbenachrichtigungen auf Mobiltelefone ursprünglich mit einer Option zum Stummschalten über die Einstellungen oder durch einen Opt-out in den beiden großen Betriebssystemen entwickelt. Dies soll nun vorbei sein: Die geltende Gesetzgebung verpflichtet zum Empfang der Nachrichten, und neuere Versionen bieten keinen einfachen Schalter im Benachrichtigungsbildschirm an. Bleibt der technische Weg: Bei Android können sie über ADB entfernt werden, und einige Hersteller-Oberflächen erlauben dies weiterhin; bei iOS lassen sich Vorwarnungen des Zivilschutzes zwar deaktivieren, aber bei präsidentiellen Warnungen gibt es keine Möglichkeit.

Das technische Detail ist umstritten. Einige behaupten, dass neuere Geräte auch im Flugmodus Satellitenwarnungen erhalten; wer dies mit einem iPhone 17 Pro getestet hat, versichert, dass ihm das ganze Jahr über keine einzige Nachricht zugestellt wurde. Im Hintergrund schwelt ein Verdacht, den einige Teilnehmer äußern: Die Nachricht erreicht den Nutzer gegen dessen Willen, und das sei, so sagen sie, keine Information mehr, sondern Auferlegung.

Rote Alarmstufe bei kaum Regen um 18:30 Uhr

Um 18:30 Uhr hatte es etwas geregnet, sonst wenig. Das Protokoll wurde dennoch aktiviert: rote Alarmstufe, Unterrichtsausfall und geschlossene Behörden, sowie für den Folgetag eine orange Warnstufe mit geschlossenen Zentren. Wie ein anderer Teilnehmer zusammenfasst, haben sich Jahrzehnte heftiger Regenfälle in Valencia ohne nennenswerte Warnungen nun bei jedem Ereignis in präventive Stilllegungen verwandelt. Manche erinnern sich an eine Warnung um 1 Uhr morgens im vergangenen Monat wegen starken Regens, die ihrer Meinung nach niemanden hätte wecken sollen.

Am anderen Ende des Spektrums spielt das Gedächtnis Streiche. Ein Anwohner eines Erdgeschosses erinnert sich an 2008: verstopfte Terrassen, Eimer voller Wasser, die zur Toilette getragen wurden, damit das Haus nicht überschwemmt wurde, und 200 Liter pro Quadratmeter, die stundenlang fielen. Er wachte jahrelang erschrocken auf, wann immer er Regen hörte. Heute, sagt er, fragt man nach damals und niemand erinnert sich daran.

Zu viel warnen oder zu wenig? Die Grunddebatte

Schließungen haben Kosten: Schulen, Institute und Behörden sind heute und morgen stillgelegt, obwohl die Alarmstufe bereits auf Orange reduziert wurde. Manche erinnern daran, dass jahrelang kritisiert wurde, dass die Glocke nicht läutete, und behaupten, sie läute nun täglich, was den Eindruck einer aufgeblähten Warnung erzeugt. Andere Teilnehmer argumentieren, der Mechanismus sei derselbe wie während der Pandemie, um die Bevölkerung in permanenter Spannung zu halten.

In der Mitte bleiben die Ereignisse, die tatsächlich zählen. Manche befürchten, dass die Schleusen der Staudämme ohne Vorwarnung geöffnet werden, andere kritisieren, dass seit Jahren keine Infrastruktur gebaut wurde, und wieder andere behaupten, dass Hilfe sechs Tage brauchen würde. Währenddessen sind in der Ribera Alta die Donnerschläge immer weiter entfernt zu hören.

Die Vorhersage, mit allen Vorbehalten: Die nächste Warnung wird wieder genauso laut erklingen, und der Regen wird entscheiden, ob sie gerechtfertigt war. Bis das System zwischen präventiver Warnung und echtem Notfall unterscheidet, bleibt die Diskussion offen. Mit dem Handy in der Hand und dem offenen Himmel darüber wissen wir es beim nächsten Mal live.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (49 Antworten).

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