Dampfgarer: 30 Euro für Gerichte, die der Schnellkochtopf auch hinbekommt

Elektrische Dampfgarer ab 20 Euro mit 90-Minuten-Timer und 800W garen Gemüse in 20 Minuten, doch der Schnellkochtopf schafft dasselbe mit einem Gerät weniger.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Dampfgarer: 30 Euro für ein Gerät, das fast niemand benutzt

Die Frage ist alt, die Antwort bleibt gespalten. Ein elektrischer Dampfgarer kostet bei Ketten wie Lidl oder Aldi zwischen 20 und 30 Euro und verspricht Gemüse, Fisch und Reis ohne Bewachung des Herds. Der Zweifel, der jeden vor dem Kauf packt, ist ein anderer: Wie oft wird das Ding wirklich eingeschaltet, bevor es im Schrank landet?

Das Modell, das in den Regalen am häufigsten steht, ist keine technische Wundermaschine. Drei stapelbare Schalen mit 3 Litern, ein Reiskorb, ein digitaler 90-Minuten-Timer, eine 24-Stunden-Vorwahl, ein 1,2-Liter-Wassertank und **800W** Leistung. Bei diesem Preis ist die Versuchung offensichtlich. Die Falle auch.

Wie lange dauert es, bis ein Dampfgarer Gemüse oder Fisch gart

Die Zahl, die den häufigsten Zweifel ausräumt: Nach etwa **20 Minuten** ist eine Portion gegartes Gemüse oder ein Fisch fertig, so die Erfahrung eines Nutzers. Es ist kein Sofort-Garen, aber man muss auch nicht danebenstehen. Das ist das stärkste Argument des Geräts: einstellen, vergessen, der Timer macht den Rest.

Das Problem taucht auf, wenn man es mit dem vergleicht, was schon in der Küche steht. Ein Schnellkochtopf mit Dampfaufsatz ist schneller und braucht weniger Platz, wie Anhänger dieser Methode betonen. Wer den Dampfgarer verteidigt, streitet die Geschwindigkeit nicht ab: Er verteidigt den Komfort, nicht dazustehen. Wer ihn kritisiert, bestreitet den Komfort nicht: Er bestreitet, dass das ein weiteres angeschlossenes Gerät rechtfertigt.

Die Alternative, die haushoch gewinnt: Topf, Reiskocher oder Bambus

Der häufigste Vorschlag ist keine weitere Maschine, sondern die Nutzung dessen, was schon da ist. Ein **normaler Topf mit Dampfaufsatz** erledigt die Aufgabe, ohne ein weiteres Gerät im Haushalt zu zählen. Manche gehen weiter und empfehlen den Reiskocher, der eine obere Ebene zum Dämpfen hat und nebenbei den Reis auf Knopfdruck erledigt; nach diesem Vorschlag sind sie in asiatischen Lebensmittelläden günstiger zu finden als Dampfgarer.

Für Sparsame geht die Liste weiter: Bambusdampfgarer, Bratenschlauch aus dem Supermarkt oder der faltbare Dampfgarer von Ikea. Alle machen dasselbe mit weniger Steckdose. Die Frage, die in der Luft bleibt: Wie viel ist es wert, nicht nachdenken zu müssen?

Das Urteil derer, die ihn zu Hause haben

Die Erfahrung im Alltag ist nicht einstimmig, läuft aber meist auf dasselbe hinaus. Manche nutzen ihn wirklich und finden, Gemüse wird besser, Fisch auch, und der Reis gelingt. Andere kommen nach dem Ausprobieren zum Schluss, dass sie ihn nicht wieder kaufen würden: **zu viel Gerät** für das, was er bringt.

Die ehrlichste Zusammenfassung liefern diejenigen, die ihn besitzen und benutzen: Der Vorteil ist der Timer, der Nachteil, dass es länger dauert als im Schnellkochtopf. Mit dieser Bilanz ist ein Dampfgarer kein schlechter Kauf. Es ist ein Kauf, den man zweimal pro Woche rechtfertigen muss. Wer ihn nicht so oft einschaltet, bringt mit den 30 Euro anderswo in der Küche mehr zurück.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (9 Antworten).

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