CRO: Anstieg auf 0,93 USD und Absturz auf 0,43 in vier Monaten

CRO stieg im November 2021 von 0,21 auf 0,93 Dollar und fiel bis März 2022 auf 0,43. Crypto.com stärkt sein Token durch Karten und Sport-Sponsoring.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Crypto.com: Vom Lakers-Stadion zur Cashback-Kürzung

Viele Nutzer kamen über die Karte zu Crypto.com: 18 Gramm Metall, keine Gebühren und ein Cashback von bis zu 8%. Auf dieser Basis – und einem Sponsoring-Netzwerk, das die Lakers-Arena, die UFC, die Formel 1 und einen laut Forennutzern mit 250 Millionen Dollar bezifferten Vertrag mit der UFC umfasst – baute die Plattform ein Ökosystem mit mehr als 10 Millionen Nutzern und ihrer eigenen Kryptowährung CRO auf, deren Kurs zwischen dem 1. und 24. November 2021 von 0,21 auf 0,93 Dollar stieg. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs fiel der Preis im März 2022 auf 0,43 Dollar.

Danach entwickelten sich Token und Karte unterschiedlich. CRO erreichte bei verschiedenen Erholungen wieder 0,80, 0,85 und sogar 0,92 Dollar, doch das Unternehmen kürzte Cashbacks und Renditen, was den Mythos des unbegrenzten Wachstums riss.

Was ist Crypto.com und wie finanziert es sich?

Das Projekt wurde 2016 von Kris Marszalek gegründet und präsentiert sich als geschlossenes Ökosystem: Handel mit über 250 Kryptowährungen und 20 Fiat-Währungen, Visa-Karte, Einlagerungsrenditen und eine dezentrale Wallet. Die Werbung betont Sicherheit: Eine 750-Millionen-Dollar-Versicherung, verwahrt in Ledger Vault Cold Storage, sowie ISO/IEC 27001-, 27701-, PCI-DSS- und CCSS-Zertifizierungen.

Das Gesicht, das die Plattform prominent bewarb, war Matt Damon, der genau zum Start der US-Börse als Botschafter verpflichtet wurde. Parallel dazu schufen das Sponsoring der Lakers-Arena (umbenannt in Crypto.com Arena) sowie Verträge mit der UFC, der Formel 1, PSG, der FIFA, der Serie A, Aston Martin, den Philadelphia 76ers und Fnatic ein Bild von Seriosität durch massive Werbepräsenz.

Visa-Karten und der Haken des gebundenen CRO

Das Flaggschiff-Produkt ist die Karte. Sie funktioniert als Prepaid-Debitkarte, muss vor der Nutzung aufgeladen werden und verlangt – außer bei der Basisversion – das Binden einer bestimmten Menge CRO für 180 Tage. Die Midnight Blue ist kostenlos und bietet 1% Rückvergütung; die Jade Green ist am beliebtesten, da sie Spotify- oder Netflix-Abonnements erstattet, 10% Rendite auf das gebundene Guthaben bringt und Zugang zu Flughafen-Lounges gewährt. Für die Ruby Steel reicht das Binden von 350 Euro in CRO, was laut Marketingstrategie locker ein Jahr Spotify deckt.

Auf der Karte basiert Crypto Earn, das Renditeprodukt: Man lagert Kryptowährungen ein und erhält dieselbe Währung mit Zinsen zurück, die von Laufzeit und Volumen des gebundenen CRO abhängen. Bei einer Einlage von 3.500 Euro sind die Zahlen moderat; bei 35.000 Euro verspricht das Schaufenster bis zu 8,5% in Bitcoin oder 14% in USDC.

Cronos Mainnet: Der Sprung in den dezentralen Markt

Der entscheidende Schritt war der Launch der Cronos Mainnet, einer Ethereum-kompatiblen Chain, an die MetaMask und erste dezentrale Börsen angebunden wurden. Dazu kam die DeFi Wallet, eine App, in der der Kunde die Schlüssel selbst hält und wo Renditen für das Binden von CRO bis zu 13% erreichen.

Dieses Terrain ist auch das wildeste. Im selben Paket existieren neu gegründete DEXs und humorvoll benannte Tokens nebeneinander – die Art von Assets, bei denen Kleinanleger feststellen, dass Liquidität schneller verschwindet als sie kommt. Die Warnung in der Community ist einfach: Wenn nicht genug CRO zum Binden für eine Karte oder Börse vorhanden ist, raten manche, das Geld in die dezentrale Wallet zu verschieben, um dort 12% zu suchen.

Warum kann CRO nicht 100 Dollar erreichen?

Die Frage, die den gesamten Aufwärtstrend ordnete, ist die Marktkapitalisierung. Wie ein Teilnehmer argumentiert, würde ein Tokenpreis von 100 Dollar eine Bewertung über der von Binance bedeuten; schon bei 5 Dollar wäre CRO mehr wert als BNB. Mit diesem Maßstab zeigt das optimistische Szenario, das er selbst skizziert, eine Obergrenze von 3,20 Dollar und 100 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung – und das nur im besten aller möglichen Fälle.

Für Optimisten stützt sich das bullische Argument auf globale Werbung, den noch günstig erscheinenden Kurs und die Hoffnung, dass sich die BNB-Historie wiederholt. Der Gegenpunkt anderer bezieht sich auf das Timing: Das Token erreichte seinen Höchststand mitten in einem Fieber von Suchanfragen und Social-Media-Erwähnungen, historisch gesehen der schlechteste Zeitpunkt für einen Einstieg.

Der Kater: Weniger Cashback, Tiefpunkt beim Kurs und steuerliche Zweifel

Die letzte Wendung des Zyklus ist die unspektakulärste. Crypto.com reduzierte das Karten-Cashback und senkte die Einlagerungsrenditen, besonders bei Stablecoins, ähnlich wie andere Börsen. Der Wert von CRO fiel auf den Boden, und die offene Frage bleibt, ob eine neue Käuferwelle den Zyklus wiederholen wird.

Mitten im Rückgang tauchen zwei Themen immer wieder auf: die Besteuerung – das Gefühl, dass die Plattform keine Daten ans Finanzamt gemeldet hat, und der Verdacht, dass sie dies früher oder später tun wird, mit Blick auf eine mögliche Sitzverlegung nach Malta, falls Hongkong problematisch wird – sowie die Schlüsselverwahrung, mit der Verteidigung der Cold Wallet gegenüber der Einlagerung auf der Börse. Übrigens dauert die Lieferung der Karte oft lange Wochen: Manche warten drei Wochen, andere erhalten sie fast einen Monat später.

Mit diesen Voraussetzungen ist die vernünftige Prognose weder der Dollar noch das Vergessen. Es ist ein Token, der weiter im Takt von Bitcoin handelt, eine Karte, die immer weniger großzügig wird, und eine Nutzerbasis, die vom ausbleibenden Cashback enttäuscht ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (156 Antworten).

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