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Costa Brava: Wie ein Sturm die Reise in Peñíscola platzen ließ
Eine bis ins Detail geplante Reise an die Costa Brava wurde in Peñíscola wegen roter Alarmstufe mit Regenfällen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter abgesagt. Palamós, Llafranc…
Costa Brava: Wie ein Sturm die Reise in Peñíscola platzen ließ
Eine wochenlang bis ins Detail geplante Reise an die Costa Brava endete kurz hinter Peñíscola im Graben. Der Urheber des Plans, der von vornherein zugab, dass er mit Katalonien wenig anfangen konnte, hatte das Cap de Creus wegen seiner schlechten Verkehrsanbindung ausgeschlossen und sich auf die Gegend um Palamós konzentriert: Buchten, Natur und eine grünere Umgebung als der Rest der Küste. Die Idee war, in einem Camping-Bungalow zu wohnen, mit Küche, Pool und dem Auto direkt vor der Tür. Am Samstag, den 3. Oktober, als ganz Katalonien wegen Regenfällen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter unter roter und oranger Alarmstufe stand, kehrte er um. Das Geld für die Wohnung wurde zurückerstattet. Ein anderes Mal vielleicht.
Palamós gegen Cap de Creus: Die Logistik entscheidet
Der ursprüngliche Plan schloss das Cap de Creus als unzugänglich und schlecht erreichbar aus. Stattdessen kam Palamós ins Spiel, mit einer Reihe von Buchten in der Nähe und der Möglichkeit, einen gelegentlichen Tagesausflug nach Cadaqués zu machen, ohne die übrigen Tage festzulegen. Priorität waren weder Architektur noch Denkmäler: grüne Orte, in der Vergangenheit steckengebliebene Dörfer und spektakuläre Buchten.
Vor Ort gingen die Empfehlungen in Richtung der Gegend um Palafrugell und Llafranc, die im Vergleich zum Rest der Region als spottbillig beschrieben wurde. Tamariu fiel mehrfach als Pfadenstopp. Wer Ruhe und Restaurants sucht, ist in Calella de Palafrugell richtig; wer lieber in einer Wohnung kocht, in S'Agaró. Lloret, Empuriabrava und große Teile der Nordküste wurden als überlaufene Ziele abgestempelt.
Die wiederkehrende Warnung betraf die Jahreszeit. Im Sommer ist die Gegend so voll, dass sie an Ibiza erinnert. Im Oktober ist das Problem nicht mehr der Andrang, sondern der Himmel.
Der Bungalow als Zuflucht: Küche, Pool und Auto nebenan
Die Vorliebe fürs Camping war keine Budgetfrage. Der Urheber des Plans stellte klar: Er hat mehr Geld, als er je zu haben glaubte, aber er hat keine Lust, zum Essen das Zimmer zu verlassen, einen Aufzug zum Auto zu nehmen oder sich in zehn Quadratmetern einzusperren. In einem Bungalow hat er Küche, Abendessen im Freien, Pool und das Fahrzeug direkt vor der Tür – zum halben Preis.
Die Frage nach der Qualität der Bungalows blieb offen: alte Möbel, wirken billig, abgelegene Campingplätze. Die Antwort kam aus Erfahrung: Es gibt schäbige, billige Campingplätze, und andere, gegen deren Bungalow man sein eigenes Haus eintauschen würde – zu Preisen, die das Dreifache der günstigsten betragen. Über den Castell Montgrí in L'Estartit fiel das Urteil lau aus: wenig Vegetation und für den geplanten Zeitraum doppelt so teuer wie grünere Alternativen in der Gegend um Palamós.
Was man zwischen Sant Feliu und Cap de Creus sehen kann
An der Küste der Provinz Girona lassen sich Buchten zu Fuß verbinden. Es gibt Küstenwege, die Strände und Buchten entlang der Küstenlinie verbinden, dazu kleinere Nebenwege. Bei Roses gibt es eine Route mit megalithischen Überresten, Dolmen und Menhiren, wenn auch nicht spektakulär. Von in der Vergangenheit steckengebliebenen Dörfern ist wenig übrig: Einige Teile von L'Escala bewahren einen Teil ihres Charmes, mit den Aiguamolls als Naturraum, und der Abschnitt zwischen Empúries und Sant Martí bietet mehrere Kilometer Strand.
Die Straße von Tossa nach Sant Feliu wurde als Panoramastraße erwähnt, mit Buchten auf beiden Seiten. Die Straße nach Cadaqués hingegen wurde als schwierig und meist überlastet beschrieben, wenn auch schön.
Kulinarik: Sardellen, Wurstwaren und wenig Vertrauen in die katalanische Küche
Der Ausgangspunkt war skeptisch: Von der katalanischen Gastronomie hielt er nicht viel. Trotzdem wurden Tipps zu typischen Gerichten, Gebäck und Wurstwaren erbeten, die es außerhalb Kataloniens kaum gibt. Die konkreteste Antwort kam vom Meer: Sardellen mit einer Tradition, die bis in die Römerzeit zurückreicht, und Wein aus der Region. Nichts weiter. Der Thread entwickelte sich nie zu einem Kochbuch, und damit hatte sich die Sache.
Der Sturm, der die Reise platzen ließ
Das Ende war keine Diskussion über die Unterkunft. Am 3. Oktober, bei Peñíscola, brach die Hölle los und es begann stark zu regnen. Der Wetterbericht zeigte ganz Katalonien unter roter und oranger Alarmstufe wegen Regenfällen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter und hoher Hochwassergefahr. Die Reise wurde abgesagt und das Geld für die Wohnung zurückerstattet. Der Urheber des Plans selbst beendete die Sache ohne Drama: Ein anderes Mal vielleicht.
Das Gespräch driftete in Richtung Identitätsdebatten ab, mit Auseinandersetzungen über die Verwendung des Katalanischen und des Valencianischen, die für die Reise nichts brachten. Der nützliche Hinweis ging im Lärm unter: Wer die Costa Brava im Herbst plant, sollte den Wetterbericht prüfen, bevor er das Haus verlässt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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