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CIA, ETA und Carreros Ermordung: Eine Geschichte, die nicht altert
Pilar Urbanos Buch behauptet, die CIA habe ETA für das Attentat auf Carrero 1973 genutzt. C4-Sprengstoff und der Tunnel sind zentrale Elemente.
Carrero Blanco und die Explosion, die Spanien neu ordnete
Am 20. Dezember 1973 wurde ein Dodge Dart in der Calle Claudio Coello in Madrid in die Luft gesprengt. Darin befand sich Luis Carrero Blanco, Admiral, Vizepräsident der Regierung und Vertrauter Francos. Die Explosion, verursacht durch einen unter dem Asphalt vergrabenen Sprengsatz, der über einen von einem angemieteten Keller aus gegrabenen Tunnel platziert wurde, tötete den Admiral und schuf ein Bild, das auch ein halbes Jahrhundert später noch Theorien nährt. Die These des Materials, das diese Diskussion auslöste, ist eindeutig: Die CIA hätte ETA benutzt, um den Mord an Carrero zu verüben und so den Weg für den Übergang zu einer mit Washington verbündeten Monarchie zu ebnen.
Was Pilar Urbanos Bericht über die CIA und Carrero sagt
Das Buch El precio del trono von Pilar Urbano widmet fast die Hälfte seiner 834 Seiten den Motiven und Methoden des Anschlags. Laut dieser Version schlug die CIA das Ziel vor, leitete ETA vom Entführen zum Töten um, erleichterte die Entdeckung des Kellers, von dem aus der Tunnel gegraben wurde, und stellte den Sprengstoff bereit: In den USA hergestelltes C4, ausschließlich für die Streitkräfte bestimmt, laut einem Bericht der spanischen Geheimdienste, der im Material zitiert wird.
Das Motiv wäre geostrategisch gewesen. Carrero lehnte die Neuverhandlung über Militärbasen ab, blockierte den NATO-Beitritt und drohte mit einer nuklearen Zusammenarbeit mit Frankreich. Seine Beseitigung, so argumentiert diese Linie, hätte auch das autoritäre System beseitigt, das er verkörperte, und Juan Carlos' Abhängigkeit von Washington erhöht. Henry Kissinger, als Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats, „musste davon wissen“, so die Autorin.
Warum ein unbewachter alter Mann einen Tunnel brauchte
Hier geht das Material auf ein Detail ein, das irritiert. Carrero besuchte jeden Werktagmorgen die Messe in der Jesuitenkirche in der Calle Serrano, gegenüber der US-Botschaft, mit geringer Bewachung und stets auf demselben Weg. Ein Auftragskiller mit einer Pistole hätte genügt. Warum also einen Tunnel graben, ein Auto per Schornstein-Effekt sprengen und eine Operation durchführen, die weltweit Schlagzeilen machte?
Die angeführte Antwort lautet Inszenierung: Es ging nicht nur ums Töten, sondern darum, ein gealtertes und selbstzufriedenes Franco-Establishment einzuschüchtern. Die Botschaft war nach innen gerichtet. Und nach außen: Der Anschlag füllte internationale Titelseiten, was ein Genickschuss nie geschafft hätte.
Die baskische Verbindung und die Rolle des PNV
Der Bericht verknüpft die Operation mit den Geheimdiensten des PNV (Partido Nacionalista Vasco), die seit dem Zweiten Weltkrieg Beziehungen zu US-Agenturen pflegten. Die Verbindung sei über Personen hergestellt worden, die gleichzeitig für die CIA und ETA vertrauenswürdig waren. Im September 1972 übergab ein Unbekannter einem ETA-Mitglied ein getipptes Umschlagblatt mit Carreros Bewegungsdaten. Von da an wechselte die Organisation vom Entführen zum Ermorden, nach einem internen Führungswechsel infolge des Todes ihres militärischen Leiters bei einer Polizeiaktion.
General Manuel Fernández-Monzón, Kontaktmann zur CIA und Agent von Carreros Geheimdiensten, schrieb in seinen Memoiren, dass weder Suárez noch der König Triebfeder waren: Alles war vom Außenministerium und der CIA geplant. „Die Täter des Anschlags auf Carrero sind ETA-Mitglieder, das steht fest, aber wer hat es angestoßen?“, fragt er.
Von Carrero zur Transición: Der Faden, der 1973 mit heute verbindet
Die Diskussion lenkt auf die Folgen. Es wird behauptet, Deindustrialisierung, Privatisierungen staatlicher Unternehmen, successive Krisen und spätere Verschuldung seien die Nachwehen dieses 20. Dezembers. Auch taucht die These auf, baskische und katalanische Unabhängigkeitsparteien seien aus den USA finanziert worden, und Juan Carlos' Amtsantritt habe die Abtretung der Westsahara bedeutet.
Nicht alles Material geht in dieselbe Richtung. Manche erinnern daran, dass Carrero sagte, Spanien habe vier Feinde: den Kommunismus, den kapitalistischen Zionismus, den Separatismus und die Dummheit seiner Eliten. Andere antworten unmissverständlich, dass an diesem Tag der Franquismus starb und die Hoffnung begann. Die Diskussion verfängt sich genau dort: ob die Explosion der Abschluss eines Regimes oder das erste Teil eines fremden Plans war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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