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CHJ sendete 18 E-Mails während der DANA in Valencia
Die CHJ meldet 18 E-Mails am Tag der DANA. Ihr SAIH-System hat eine Verzögerung von 25 bis 30 Minuten. Die Schuldfrage wird intensiv diskutiert.
CHJ: 18 E-Mails am Nachmittag der DANA-Katastrophe
Am 29. Oktober 2024 gab die Confederación Hidrográfica del Júcar (CHJ) an, im kritischen Zeitraum des Unwetters 18 E-Mails bezüglich des Poyo-Einzugsgebiets versendet zu haben. Der UCO-Bericht spricht von einer „Nichtexistenz von Warnungen“. Die CHJ kontert mit ihren eigenen Richtlinien: Das automatische hydrologische Informationssystem (SAIH) sieht eine Verzögerung von 25 bis 30 Minuten zwischen der Datenerfassung durch einen Sensor und der Anzeige in der Leitstelle sowie auf der öffentlichen Website vor. Im Diskurs wird zudem erwähnt, dass der Wasserpegel zeitweise auf 1.600 Kubikmeter pro Sekunde fiel. Dies ist die Lücke, durch die weitere Probleme entstehen.
Eine Warnung, die im Posteingang untergeht
Achtzehn E-Mails. Mit dieser Zahl begründet die CHJ ihre These, dass Kommunikation stattgefunden habe. Der unbequeme Detailpunkt ist jedoch ein anderer: In der Debatte wird betont, dass eine E-Mail keine Evakuierung auslöst. Die zentrale Frage lautet, wer 18 oder 70 Nachrichten in zwei Stunden liest, während sich die Schlucht füllt. Was laut mehreren Teilnehmern fehlt, ist ein Anruf, ein Telefon, das im richtigen Büro klingelt, oder eine Kette von Menschen, die nicht davon abhängt, dass jemand seine Mails aktualisiert.
Die technische Verteidigung fügt eine weitere Ebene hinzu. Das SAIH-Handbuch sieht diese Verzögerung von 25 bis 30 Minuten zwischen Sensor und Bildschirm vor. Wie ein Teilnehmer zusammenfasst: „In jeder Industrie mit Prozesssensoren wäre eine solche Verzögerung absolutes Chaos; ein Temperatursensor, der 600 Kilometer entfernt Daten liefert, lässt sich mit einer SIM-Karte und wenig mehr montieren“. Für einige Beteiligte ist es keine technische Unvermeidlichkeit, wenn das öffentliche System eine halbe Stunde braucht, um denselben Wert anzuzeigen, sondern eine Designentscheidung, die noch niemand erklärt hat.
War es die CHJ, Mazón oder das gesamte System?
Hier bricht der Konsens. Manche sehen den Kern der Verantwortung bei der Confederación, einer Behörde der Zentralregierung, die sich nach dieser Darstellung zurückzieht, während die Regionalregierung (Generalitat) den gesamten öffentlichen Druck trägt. Dem gegenüber steht die Strömung, die das Gewicht auf den Präsidenten Carlos Mazón legt, wegen seines Krisenmanagements und der späten Einrichtung des CECOPI.
Der Konflikt verteilt sich auf drei Fronten. Erstens die operative Ebene: Manche behaupten, der Notruf 112 sei bereits vor 15:00 Uhr überlastet gewesen, ohne dass dies eine interne Alarmstufe ausgelöst hätte. Zweitens die institutionelle Ebene: Nach derselben Darstellung war das CECOPI erst gegen 17:00 Uhr minimal besetzt, als der Handlungsspielraum bereits minimal war. Drittens die politische Ebene: Jede Seite weist auf die Fehler der anderen hin, um den eigenen Blick abzuwenden. Die These, dass alle schuldig sind, aber der Hauptverantwortliche ein anderer ist, ist so bequem, dass beide Seiten sie gleichzeitig vertreten.
Was die Richterin aus Catarroja sagte
Die Richterin Nuria Ruiz vom Gericht für erste Instanz und Ermittlungen Nr. 3 in Catarroja schrieb in einem Beschluss, wie im Thread zitiert, einen Satz, der das Problem verdichtet: „Sachschäden waren unvermeidbar, Todesopfer nicht“. Nach dieser Lesart bedeutet die Schlussfolgerung, dass das Wasser zerstörte, was es zerstörte, aber die Toten mit einer rechtzeitigen Warnung vermeidbar gewesen wären.
Diese Nuance ist wichtig. Mit den verfügbaren Daten deutet die Ermittlung, so die Beobachter der Debatte, darauf hin, dass es Spielraum gab, die Bevölkerung zu warnen, und dieser Spielraum wurde verpasst. Weder Sachschäden noch Todesfälle sind fest einer bestimmten Person zugewiesen, und das Verfahren läuft weiter. Aber der Satz der Richterin verschiebt den Fokus vom meteorologischen Schicksal zum Krisenmanagement. Genau dorthin, wo niemand hinschauen möchte.
Der nie gebaute Kanal und die abgezogenen Feuerwehrleute
Der Hintergrund betrifft die Infrastruktur. Wie im Thread erinnert wird, ging der Plan Sur weit über den neuen Turia-Kanal hinaus, aber die Krisen der 70er Jahre ließen ihn unvollendet, und keine Regierung der Demokratie hat ihn wieder aufgenommen. Ohne diesen Kanal wäre, so die Erzählung, die Hälfte Valencias überschwemmt worden. Die Frage ist, welche ausstehenden Baumaßnahmen dort für den nächsten Fall warten.
Dazu kommt ein Detail, das kaum Beachtung fand: der Rückzug der Feuerwehrleute aus der Überwachung der Schluchten. Wenn die Experten der Leitstelle weder die Regenmesser noch das Radar richtig lesen konnten und der Notruf 112 seit Stunden überlastet war, wird argumentiert, dass der Fehler nicht bei einem Sensor lag, sondern beim mangelnden vorausschauenden Handeln.
Mit diesen Elementen geht im Diskurs keine Institution sauber hervor und keine übernimmt ihren Anteil. Die CHJ beruft sich auf ihr Handbuch, die Generalitat auf die CHJ und die Politik auf die Schuldzuweisung. Unterdessen steht die nächste DANA vor der Tür, und die Frage bleibt unbeantwortet: Wer drückt den Knopf?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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