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Chinesische Basare in Spanien: Margen, Cash und die Rigips-Theorie
Forumdebatte: 50 % Margen, Familienarbeitskräfte und ein Hinterraum aus Rigips. Nutzer sagen: Ein Modell, das der klassische Einzelhandel nicht mithalten kann.
Chinesische Basare in Spanien: Margen, Cash und die Rigips-Theorie
Der Basar an der Ecke schließt nicht, weil er nicht verkaufen muss. Das ist das Fazit einer Diskussion mit 188 Beiträgen über ein Geschäftsmodell, das kaum jemand zweimal ansieht: ein Laden mit Ware in Großmengen, zwei familiären Angestellten und einem BMW vor der Tür. Die vorherrschende These ist nicht die klassische Geldwäsche, sondern ein Umsatzgeschäft mit Margen, die der traditionelle Einzelhandel nicht erreichen kann. Allerdings, Achtung: Manche behaupten, das Geheimnis liege nicht im Schaufenster.
Die Bruttomarge ist die erste Antwort. Ein Nutzer, der zwischen 2000 und 2005 Waren importierte, erzählte, dass ein chinesischer Lieferant Nokia-Gehäuse für 0,90, 1 und 1,20 Euro je nach Qualität anbot; dasselbe Produkt wurde hier mit einem Vielfachen verkauft. Bei einer Marge von 50 % oder mehr pro Verkauf genügen geringe Umsätze, um Miete und Selbstständigenbeiträge zu decken: 2.000 Euro im Monat reichen, laut einer Rechnung, die im Thread kursiert. Die Aufschlüsselung Posten für Posten ergibt eine Spanne, die überrascht, wer nur den leeren Laden sieht.
Warum gibt es mehr Personal als Kunden?
Weil die Arbeitskraft die Familie ist. Ohne Anmeldung oder mit Minimalanmeldung vervielfacht sich die Marge. Das ist die Hälfte des Wettbewerbsvorteils, und nicht einmal der Supermarkt an der Ecke hält da mit, sagen die Teilnehmer. Dazu kommt die Miete: große Läden in Nebenstraßen, zu Preisen, die der klassische Handel mit angemeldetem Personal nicht zahlen kann.
Den Rest macht der Umschlag. Container, die sich vier oder fünf Läden desselben Besitzers teilen, Ware in Großmengen, null Schaufenster. Mit zwanzig Verkäufen am Tag trägt sich der Laden, heißt es in der Debatte. Es ist nicht das Rätsel des Jahrhunderts, aber es zerstört die Erzählung des traditionellen Handels.
Die Rigipswand und das Bargeld
Die meistgenannte Hypothese ist nicht die Marge: es ist der Rigips. Mehrere Läden, in der Mitte geteilt, mit einem Hinterraum, der von der Straße aus nicht sichtbar ist. Was dahinter ist, so das Argument, zahlt die Miete und das Auto. Das sind Verdächtigungen, keine Urteile: Es gibt keine Anzeige oder bestätigte Ermittlung in dem Material. Aber die Häufung von Läden ohne Kundschaft und Fahrzeugen der Oberklasse nährt die Theorie.
Das Bargeld ist das zweite Bein. Ein Geschäft, das bar kassiert und nicht jeden Verkauf deklarieren muss, hat ein Polster, das der Handel mit Kartenterminal nicht hat. Bargeld ist das eigentliche Geschäft, fasste ein Beitrag zusammen. Die Frage ist, wie viel davon Marge ist und wie viel Intransparenz.
Der Generationenwechsel, den niemand beachtet
Die Kinder der Basare bleiben nicht im Geschäft. Sie studieren, qualifizieren sich und landen am Ende in spanischen Unternehmen mit Asien-Geschäften, so das Zeugnis eines Nutzers, der mit ihnen zur Schule ging. Das ist der Teil, der nicht im Video vorkommt: der Basar als Sprungbrett, nicht als Ziel. Eine geopferte Generation, damit die nächste es nicht sein muss.
Unterdessen ist die Konkurrenz nicht der Basar nebenan: es sind Action, Pepco, Teddi, Zeeman. Diese Ketten sind tatsächlich zum Bersten voll. Der Basar dagegen überlebt mit knappem Umschlag und dem Cash aus dem Hinterraum, sagen die Teilnehmer. Der Chinese an der Ecke ist schuld, spottete jemand. Schuld hat, wenn überhaupt, ein Modell, das keine Kunden braucht, um nicht zu schließen.
Die Prognose mit Vorbehalt: Solange die Mieten in den Nebenstraßen günstig bleiben und das Bargeld nicht besteuert wird, hält der Basar durch. Wenn der Generationenwechsel abgeschlossen ist, schließt der Laden. Oder er wird umgewandelt. Oder wechselt den Besitzer. Niemand weiß es, und das ist die einzige gesicherte Erkenntnis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (199 Antworten).
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