Chema Alonso: Scheitern des Hackers bei Telefónica

Nach neun Jahren scheidet Chema Alonso bei Telefónica aus. Der als CDO eingestellte Hacker verlässt das Unternehmen nach gescheiterten Digitalprojekten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Chema Alonso, der Hacker, der bei Telefónica scheiterte: Vom CDO auf die Straße nach 9 Jahren

Neun Jahre. So lange war Chema Alonso bei Telefónica beschäftigt. Er wurde 2016 von José María Álvarez-Pallete eingestellt, um die Datenstrategie und den digitalen Wandel zu leiten. Der mediale Hacker, bekannt für seinen eigenwilligen Stil und seinen selbst ernannten Titel 'Hacker', steht nun wieder am Anfang – umgeben von Misserfolgen in seinen Schlüsselprojekten und mit einer angekratzten Fruta. Das Telekommunikationsunternehmen, das durch seine Einstellung eine 'Revitalisierung' anstrebte, scheint zu dem Schluss gekommen zu sein, dass das Experiment ein lautstarkes Fiasko war.

Der Sprung von Móstoles nach La Finca und die Kritik als 'Scharlatan'

Alonsos Laufbahn im multinationalen Konzern war vom Skeptizismus eines Teils der Analysten und Branchenbeobachter geprägt. Seit seinem Einstieg wurde er als "vendehumos" (Scharlatan) und "Farsante" (Betrüger) bezeichnet, Vorwürfe, die sich nun verschärfen, da seine Zeit bei Telefónica endet. Der Kontrast zwischen seinen bescheidenen Anfängen in Móstoles und seinem späteren Umzug in die exklusive Wohnsiedlung La Finca in Pozuelo de Alarcón hat, wie in Kommentaren angemerkt wird, die Debatte über seinen persönlichen Erfolg im Vergleich zu den unternehmerischen Ergebnissen befeuert.

Die Kritik konzentriert sich auf die Wahrnehmung, dass Alonso es verstanden habe, sein Image und seine angeblichen Fähigkeiten außergewöhnlich gut zu verkaufen. Er erhielt eine hochrangige Position und ein üppiges Gehalt – spekuliert wird über Beträge im siebenstelligen Bereich –, trotz der geernteten Misserfolge. "Er hat viel Geld verdient, aber keinen Finger krumm gemacht", fasst einer der direktesten Kommentare zusammen und spiegelt damit eine verbreitete Meinung wider, die seinen Aufenthalt im Unternehmen eher als persönlichen denn als korporativen Erfolg sieht.

Gescheiterte Projekte und die Langsamkeit der Unternehmensreaktion

Der Diskussionsthread geht ironisch und skeptisch auf die Projekte ein, die angeblich unter seiner Leitung gescheitert sind. Die Unfähigkeit von Telefónica, den Kurs während neun Jahren zu erkennen und zu korrigieren, ist ein weiterer Punkt, der Unglauben hervorruft. "Neun ganze Jahre haben sie gebraucht, um das zu merken, was für Luchse", spottet ein Teilnehmer, während ein anderer darauf hinweist, dass "jeder normale Mensch das kommen sieht, aber die Führungskräfte von Telefónica sind langsam im Kopf".

Die Figur Alonsos ist zu einem Symbol der Kritik am Management großer spanischer Unternehmen geworden, wo eine Tendenz wahrgenommen wird, mediokre Profile und Image-Figuren einzustellen, zulasten bewiesener technischer oder managementbezogener Kompetenz. Das Unternehmen, das eine 'Data-Centric'-Transformation und 'Data-Driven Decisions' anstrebte, scheint laut vorherrschender Ansicht in die Falle von Modewörtern getappt zu sein, ohne greifbare Ergebnisse erzielt zu haben.

Unsichere Zukunft und die Lehre vom 'Des Kaisers neue Kleider'

Mit seinem Ausscheiden bei Telefónica stellt sich die Frage, wie es mit Chema Alonso weitergeht. Spekulationen reichen vom Verkauf von Online-Kursen, wie er es bereits getan hat, bis hin zur Unterbringung in anderen großen Konzernen, die bereit sind, für sein Image zu zahlen. Der berufliche Schaden ist jedoch unverkennbar, und sein Lebenslauf wird durch die ihm zugeschriebenen Misserfolge überschattet. Für viele wird Alonsos Geschichte bei Telefónica als weiteres Beispiel für das Märchen 'Des Kaisers neue Kleider' erzählt, in dem mangelnde Vision oder politische Zweckmäßigkeit die betriebliche Objektivität trübten.

Das Unternehmen wiederum steht vor der Herausforderung, seine Technologie- und Datenstrategie neu zu definieren und aus einer Phase zu lernen, die viele als kostspieligen Kalkulationsfehler betrachten. Die offene Frage bleibt, ob Telefónica, ein treues Spiegelbild des spanischen Corporate-Bereichs, letztlich innovieren wird oder weiterhin in Zyklen aus Nebel und gebrochenen Versprechen gefangen bleibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (261 Antworten).

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