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Chaos bei einer MediaMarkt-Aktion in Spanien: Gedränge und Beinstellen
Schubsen, Stürze und Beinstellen bei einer MediaMarkt-Aktion in Spanien. Das Image der deutschen Kette leidet unter einer schlecht organisierten Kampagne.
Chaos bei einer MediaMarkt-Aktion: Wenn das Schnäppchen zur Prügelei wird
Was als Gelegenheit hätte gelten sollen, reduzierte Produkte bei MediaMarkt zu ergattern, endete in einem peinlichen Spektakel. Eine Aktion der Elektronikkette löste einen Ansturm von Kunden aus, der nach Aussagen von Beteiligten mit Schubsen, Stürzen und sogar Beinstellen verbunden war. Der Vergleich mit einer Simpsons-Folge ist nicht übertrieben: Die Szene mit den ins Publikum geworfenen Langusten fand ihr reales Pendant in einem Elektromarkt.
Die Schilderungen der Anwesenden sind apokalyptisch: Körper am Boden, Rangeleien und eine Konkurrenzhaltung, die jede Grenze des Anstands überschritt. Einige Kommentare deuten darauf hin, dass Angehörige bestimmter Gruppen sich besonders aggressiv verhalten hätten –allerdings ohne belastbare Daten ist eine solche Pauschalisierung gefährlich–. Fest steht: Die Gier nach dem Rabatt löschte jede Spur von Höflichkeit aus.
Marketing, das teuer zu stehen kommt
Die unbequeme Frage: Was gewinnt MediaMarkt daraus? Die kurze Antwort: wahrscheinlich nichts Gutes. Die Marke mit Szenen von Raufereien und Ellbogeneinsatz zu verbinden, ist kaum eine Imagekampagne. Analysten nennen es einen groben Schnitzer: Statt Kunden zu binden, wird die eigene Kundschaft gedemütigt und ein Chaos vermittelt, das den durchschnittlichen Käufer abschreckt.
Nicht zum ersten Mal artet eine Massenaktion in Zwischenfälle aus. Von Anstürmen bei Schlussverkäufen in Kaufhäusern bis zu Verlosungen, die in Auseinandersetzungen enden, die Handelsgeschichte ist voll von Beispielen. Das Besondere hier ist jedoch der Mangel an Voraussicht: Jeder hätte ahnen können, dass ein limitiertes Angebot auf engem Raum eine unkontrollierte Reaktion auslöst.
Auch der Kunde trägt seine Schuld
Eine verbreitete Meinung besagt, wer an solchen Spektakeln teilnimmt, sei selbst schuld: Die Würde für ein Haushaltsgerät zu verlieren, ist ein zu hoher Preis. Andere erinnern daran, dass ein einziger Monatslohn in jedem Job reicht, um dasselbe zu kaufen, ohne sich zu erniedrigen. Die Debatte, ob das Unternehmen oder der Verbraucher die Verantwortung trägt, ist offen – dass die Szene beschämend war, bestreitet jedoch niemand.
Unterdessen schweigt MediaMarkt. Keine offizielle Erklärung, keine Entschuldigung. Vielleicht hofft man, dass das Aufsehen verpufft, doch die digitale Spur dieser Videos bleibt lange bestehen. Wer sich das nächste Mal einen Slogan wie „Ich bin doch nicht blöd“ ausdenkt, sollte ihn vorher überprüfen lassen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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