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Ceuta nach 18 Tagen: Spaniens ungelöste Migrationskrise
18 Tage nach dem Migrationsdruck auf Ceuta bestreitet die spanische Regierung eine Aufgabe, doch der Schatten der Westsahara liegt über der Stadt. Eine Analyse der Krise.
Ceuta nach 18 Tagen: die Rechnung einer vorhersehbaren Krise
Ceuta steht seit 18 Tagen im Fokus, nachdem Tausende Migranten massenhaft in die Stadt gelangt sind – ein Vorgang, den manche Kreise ohne Zögern als „Invasion" bezeichnen. Die politische Spannung hat die wirtschaftliche überdeckt, doch der Kern ist derselbe: Das Vertrauen in die spanische Regierung ist auf einem Tiefpunkt. Dem Regierungschef wird vorgeworfen, eine Erzählung vorbereitet zu haben, um die Aufgabe von Ceuta und Melilla zu rechtfertigen – dasselbe Drehbuch, das er nach Ansicht seiner Kritiker beim saharauischen Volk verfolgt habe.
Der Schatten der Sahara lastet auf Ceuta
Das zentrale Argument derjenigen, die der Regierung misstrauen, ist der Vergleich mit der Westsahara. Auf der anderen Seite des Meeres weist man den Vorwurf des Verrats zurück: Die Dekolonisation sei eine souveräne Entscheidung gewesen, keine Aufgabe. Die Kontraste zwischen beiden Lesarten sind total. Während die einen eine Strategie der Zugeständnisse an Marokko sehen, erinnern andere daran, dass die Stadt selbst Santiago Abascal (einen spanischen Rechtspolitiker) 2021 zur persona non grata erklärte, weil er von einer Invasion gesprochen hatte.
Der lokale Machtkampf und die geopolitische Deutung
Die Analogie zum Kosovo kursiert als Warnung: anhaltender demografischer Druck, eine Verschiebung des Gleichgewichts und am Ende eine faktische Annexion. Wer sie bemüht, glaubt, dass Ceuta und Melilla das nächste Ziel sind. Die Skeptiker entgegnen, die Belagerung werde in Kapitulation enden, nicht in einem offenen Konflikt. Unterdessen wartet die Stadt auf Signale, die nicht kommen.
Die beunruhigendste Zahl stammt aus dem Jahr 1987, als der Sahara-Konflikt die spanische Politik bereits vergiftete. Fast vier Jahrzehnte später steckt das Thema noch immer im selben Verdacht fest. Und niemand hat eine Rechnung vorgelegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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