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Ceuta: Migrationskrise schürt Misstrauen gegenüber der spanischen Regierung
In Ceuta, Spanien, mehren sich Proteste gegen die Migrationspolitik: Anwohner werfen der Regierung vor, Migranten zu schützen und nicht abzuschieben. Die Spannung wächst...
Ceuta: Die Ohnmacht der Proteste in einer Migrationskrise, die niemand löst
Was geschieht, wenn ein Teil der Bevölkerung das Gefühl hat, der Staat schütze diejenigen, die gerade erst angekommen sind, und höre nicht auf die, die ihr Leben lang in der Stadt wohnen? In Ceuta ist diese Wahrnehmung zum Treibstoff von Protesten geworden, die vorläufig an den Schalthebeln der Macht abprallen. Die Demonstranten beklagen, dass die Migrantensiedlungen nicht nur nicht abgebaut, sondern größer werden, und dass Regierung und Sicherheitskräfte mit einer Nachsicht agieren, die sie als Ohrfeige für die Anwohner empfinden.
Der Unmut ist nicht nur sozialer, sondern politischer Natur. Am Horizont stehen die nächsten Parlamentswahlen, und die Erinnerung daran, wie andere schwere Ereignisse am Vorabend von Wahlen die politische Landkarte veränderten — die Madrider Anschläge vom 11M 2004, mitten im Wahlkampf —, verführt dazu, die aktuelle Krise als Schachbrett und nicht als humanitäres Problem zu lesen. Manche behaupten, die Regierung schüre die Lage gezielt im eigenen Interesse; andere glauben, sie wisse schlicht nicht, wie sie den Grenzdruck bewältigen soll, ohne einen schlimmeren Konflikt mit Marokko zu riskieren.
Unterdessen verfestigt sich die Frustration. Das Gefühl, dass Spanien die Kontrolle über seine Südgrenze verloren hat und Ceuta zum Bauern in einem anderen Spiel geworden ist, nährt ein Klima der Wut mit unvorhersehbaren Auswüchsen. Niemand wagt derzeit eine Prognose, wie weit der Unmut führen wird. Die Geschichte jedenfalls gibt keinen Anlass zu Optimismus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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