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Ceuta, der König und die Theorie des Attentats
Ein Attentat auf den König in Ceuta würde die Monarchie stärken und Leonor für Jahrzehnte auf den Thron bringen, was politisch unlogisch ist.
Die Hypothese kursiert stärker als die Fakten: ein Attentat auf Felipe VI. während seines Besuchs in Ceuta, das die Regierung nutzen könnte, um Marokko die Schuld zu geben. Das Problem ist, dass die politische Arithmetik nicht aufgeht. Ein solcher Angriff würde die Popularität der Krone steigern, und die Exekutive sieht sich mit einer Erbin, Leonor, für Jahrzehnte gegenüber. Das Eigeninteresse der PSOE (die spanische sozialistische Arbeiterpartei), so die vorherrschende Analyse, liegt genau in die entgegengesetzte Richtung: die Institution zu schwächen, statt sie zum Märtyrer zu machen.
Was über den Besuch des Königs in Ceuta gesagt wird
Der Verdacht entsteht nicht aus dem Nichts. Es gibt jene, die sich erinnern, dass Juan Carlos I. den Grünen Marsch zuließ und den König von Marokko als „Cousin“ behandelte, und dass Felipe VI. das Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Von dort springt man zu dem Schluss, dass es Verrat bedeutet, das Militär in Ceuta und Melilla nicht zu mobilisieren. Der logische Sprung ist groß, aber der emotionale Rahmen steht bereits.
Dem gegenüber steht eine andere Strömung, die das Gegenteil mit gleicher Vehemenz behauptet: Für die PSOE ist es nicht von Vorteil, Felipe VI. anzugreifen. Ein Attentat, selbst eine False-Flag-Operation, würde die Unterstützung für die Monarchie erhöhen und Leonor für Jahrzehnte als Nachfolgerin positionieren. Das eigentliche Ziel, so wird argumentiert, sei die langsame Erosion, nicht der plötzliche Schlag.
Das Militär, die Sahara und das Narrativ der Untätigkeit
Die am häufigsten wiederholte Kritik richtet sich gegen die militärische Präsenz. Es wird behauptet, dass das Militär mit der Mauer in der Sahara und mit Aufgaben der öffentlichen Ordnung beschäftigt sei und dass jede Operation an der Grenze nur mit politischer Duldung stattfinden würde. Der Vorwurf ist schwerwiegend und unbewiesen, beschreibt aber ein reales Unbehagen: das Gefühl, dass die Verteidigung der Autonomen Städte keine Priorität hat.
Das Argument stützt sich auf einen einfachen Kontrast. Wenn der König Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, warum hat er dann nicht von der ersten Minute an die Verteidigung von Ceuta und Melilla angeordnet? Die Frage ist rhetorisch und lässt keine technische Antwort zu, funktioniert aber als politisches Munition.
Der Adel als wahre Macht: die Theorie, die alles erklärt
Im Kern der Angelegenheit schwingt ein tieferes Misstrauen mit. Es gibt jene, die behaupten, der König und der Adel seien die wahren Herrscher der Welt – eine Formel, die keiner Analyse standhält, aber die Erschöpfung gegenüber dem offiziellen Narrativ zusammenfasst. Eine andere Strömung reduziert es auf das Praktische: Der König wird nichts tun, weil es ihm nicht nützt, und die PSOE auch nicht, weil sie die Monarchie als Schutzschild benötigt.
Das Ergebnis ist ein Paradoxon. Dieselbe Institution, die einige mit dem Militär verteidigen wollen, ist diejenige, die andere für entbehrlich halten. Und in der Mitte steht Ceuta, zum Symbol für alles geworden, was nicht entschieden wird.
Was, wenn das Problem nicht der König ist, sondern dass niemand bereit ist, einen Soldaten für eine Stadt zu bewegen, die in keiner Umfrage auftaucht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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