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Ceuta: 200 Fälle täglich, Pflegekräfte ohne Verstärkung am Limit
200 tägliche Fälle von Magen-Darm-Infekten und Krätze in Ceuta (Spanien) bei Personalmangel. Der Streit zwischen Zentralregierung und Stadt lässt die Pflegekräfte ohne Verstärkung.
Gesundheitssystem in Ceuta am Limit: 200 Fälle täglich, keine Verstärkung für Pflegekräfte
Pflegekräfte in Ceuta, einer spanischen Exklave in Nordafrika, behandeln täglich mehr als 200 Notfälle im Zusammenhang mit Krankheiten durch beengte Wohnverhältnisse: Magen-Darm-Infekte, Krätze, Impetigo und Tuberkulose. Der örtliche Pflegeverband klagt, das Personal sei überlastet und die Schichten würden verdoppelt, ohne dass Verstärkung komme. Die humanitäre Krise an den Stränden mit improvisierten Lagern hat ein Gesundheitssystem an die Grenze gebracht, das ohnehin ohne Sicherheitsnetz arbeitete.
Der politische Streit ließ nicht lange auf sich warten. Manche machen die Zentralregierung verantwortlich, denn das Gesundheitswesen in Ceuta untersteht dem staatlichen Institut INGESA (Instituto Nacional de Gestión Sanitaria) und keiner autonomen Region. Auf der anderen Seite wird auf das kommunale Management und die mangelnde Vorsorge angesichts des Migrationsdrucks verwiesen, die die Lage verschärft hätten. Mitten im Streit ein unbequemes Detail: Nach Medienberichten soll Gesundheitsministerin Mónica García private Medizin in Anspruch genommen haben, statt das öffentliche System in Ceuta zu stärken.
Der Krätzeausbruch unter den in der Region eingesetzten Soldaten, den das Verteidigungsministerium von der humanitären Intervention distanziert, verschärft eine Lage, die offenbar niemand lösen will. Unterdessen versorgen die Pflegekräfte weiter 200 Fälle täglich mit demselben Personal. Solidarität, das sei erinnert, braucht auch Mittel. In Ceuta kommen sie vorerst nicht an.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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